Was wird gebaut?

Günstig gelegen, aber dennoch ungemütlich: Mit mehr Grünflächen würde der Boráros-Platz lebenswerter werden

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rdt.budapest.hu
Die Maßnahmen betreffen sowohl die Bepflanzung als auch die Bodenbeläge und die Nutzbarkeit des Platzes.

Der Boráros-Platz im 9. Bezirk – früher bekannt als Fa-Platz – gilt als belebter Verkehrsknotenpunkt und hat in der Vergangenheit sicherlich mehr Bäume gesehen als Wein. (Es sei denn, man zählt den Alkoholkonsum im öffentlichen Raum dazu.)

Die Geschichte des Boráros-Platzes ist nämlich eng mit der Nähe zur Donau und der Handelsgeschichte der Gegend verflochten. Eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Gebiets spielten die in der Umgebung tätigen Holzhandlungen und Holzlager. Seinen heutigen Namen erhielt der Platz 1875 nach János Boráros, der in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts in der Stadtverwaltung von Pest zunächst als Oberrichter und später als stellvertretender Bürgermeister tätig war.

Aber zurück zur Gegenwart: Die Grünflächen des Platzes können auf einer Gesamtfläche von 673 Quadratmetern erneuert oder erweitert werden, wie aus der im elektronischen Vergabesystem veröffentlichten Ausschreibung hervorgeht. Das von BKM Budapesti Közművek Nonprofit Zrt. eingeleitete Verfahren betrifft die Begrünung des Boráros-Platzes, was dieser malerisch schöne öffentliche Platz am Donauufer auch verdient hätte.

Mit dem vorliegenden Bauvorhaben soll erreicht werden, dass dieser Platz, an dem ein erhebliches Fußgänger- und Nahverkehrsaufkommen herrscht, nicht nur als Umsteigepunkt dient – den man derzeit am liebsten so schnell wie möglich hinter sich bringen möchte –, sondern durch eine angenehmere, schattigere Umgebung für die Passanten eine positivere Atmosphäre schafft.

Das öffentliche Vergabeverfahren ist an Bedingungen geknüpft, d. h., der Vertrag kann erst in Kraft treten, wenn die Änderung der Durchführungsvereinbarung im Zusammenhang mit dem Investitionsvorhaben von der Stadtverwaltung der Hauptstadt und der BKM unterzeichnet wurde. Die Frist für die Einreichung der Angebote endet am 19. November 2026.

 

Mehr als 670 Quadratmeter Grünfläche können saniert werden

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Vergrößerung der bestehenden Grünflächen. Zu diesem Zweck wird an einigen Stellen die doppelte Reihe aus großen Basaltquadern, die die Grünflächen umgibt, aufgebrochen und ein Teil des Asphaltbelags entfernt. Dadurch entstehen 220 Quadratmeter neue Grünfläche.

Im Rahmen des gesamten Projekts werden insgesamt 673 Quadratmeter Grünfläche angelegt oder saniert. Die Erweiterung des Pflanzenbestands erfolgt in mehreren Phasen. Geplant ist die Pflanzung von sieben neuen Bäumen, von denen einer in eine mit einem Holzgitter versehene Pflanzmulde gesetzt wird. Darüber hinaus werden 67 Sträucher und Bodendecker, mehr als 2.100 Stauden sowie 442 Zwiebelgewächse gepflanzt.

Zur Pflege der neuen Grünflächen wird für eine Bewässerungsfläche von rund 430 Quadratmetern ein automatisches Bewässerungssystem installiert, für dessen Wasserversorgung ein Doppelzähler vorgesehen ist. Der Auftragnehmer muss nach der Übergabe zwei Jahre lang auch die Nachsorgeaufgaben übernehmen.

 

Neue Sitzgelegenheiten für erschöpfte Passanten

Bei der Neugestaltung geht es nicht ausschließlich um die Erweiterung der Bepflanzung. Ein Teil der bestehenden Sitzgelegenheiten wird entfernt; an ihrer Stelle werden entlang der erhaltenen bzw. umgestalteten Basaltstein-Einfassungen neue Sitzgelegenheiten geschaffen. Zudem werden vier an Stützmauern befestigte Bänke aufgestellt.

Im Rahmen der Arbeiten werden 258 Quadratmeter Asphaltbelag auf dem Gehweg entfernt und anschließend wieder verlegt; außerdem wird eine Bushaltestelle verlegt.

 

Ein Raum, wie man ihn noch nie gesehen hat(?)

Trotz des Namens war der Weinverkauf auf diesem Platz nie typisch – dennoch hält sich diese Stadtlegende im allgemeinen Bewusstsein hartnäckig. Als spielerische Anspielung darauf wurde 1983 Imre Vargas ironisch angehauchte Skulpturengruppe mit dem Titel „Weinhändler“ im offenen Teil der Fußgängerunterführung enthüllt.

Das heutige Erscheinungsbild des Platzes entstand mit der Einweihung am 8. Juni 1981. Der Umbau erfolgte im Anschluss an die Sanierung der Petőfi-Brücke zwischen 1979 und 1980. Seitdem hat sich der Boráros-Platz zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt der Hauptstadt entwickelt, an dem sich Straßenbahnen, Busse, die HÉV-Nahverkehrszüge sowie der Fußgängerverkehr aus den umliegenden Stadtteilen treffen.

Aktuellen Meldungen zufolge stehen die Vorbereitungen für die umfassende Sanierung der Petőfi-Brücke derzeit wieder auf der Tagesordnung. Das Ausschreibungsverfahren für die Planungsarbeiten ist abgeschlossen; den Auftrag erhält die SPECIÁLTERV Kft.. Die künftige Sanierung der Brücke ist somit auch aus Sicht des Boráros-Platzes eine aktuelle Entwicklung.

Quelle: Link

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