Wasserwirtschaft
Mäandernde Betten zweier Bäche - Wasser für die sandige Region in Inner-Somogy
Aldrovanda, Rotbauch-Nachtschwalbe, Schwarzbauch-Nachtschwalbe, Amsel, Fischotter und Schnecke sind nur einige der Arten, die im Landschaftsschutzgebiet Boronka-Hügel im zentralen Teil der Region Inner-Somogy im transdanubischen Hügelland vorkommen.
Das Gebiet ist mit Treibsand aus dem Bett der Alten Donau bedeckt, der im Laufe der Zeit durch die vorherrschenden Nordwinde zu einem nord-südlich orientierten Hügelsystem geformt wurde. Die Wasserläufe im Gebiet gehören zum Einzugsgebiet des Plattensees, der wichtigste davon ist der Boronka-Bach.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Wasserlauf begradigt und in den 1930er Jahren ein Fischteich angelegt. Diese Eingriffe und der Klimawandel haben in dem Gebiet negative Prozesse ausgelöst und bedrohen die Wälder, Wasserläufe, Sümpfe und Sandtrockenrasen, die das Feuchtgebiet Boronka bedecken.
Ziel des jetzt gestarteten Projekts sei es, die verheerenden Auswirkungen von Sturzfluten zu verringern und den Schutz vor Dürre zu stärken, sagte András Rácz, Staatssekretär für Naturschutz im Landwirtschaftsministerium, bei der Projekt-Eröffnungsfeier in Nagybajom.
Sie schaffen Biegungen im Bachbett und öffnen einen Weg für das Wasser
Die Investition dient der Wiederherstellung und Entwicklung von Feuchtgebieten entlang der Bäche Boronka und Aranyos am Rande der Stadt Nagybajom, um den ökologischen Zustand des Gebiets zu verbessern, die charakteristischen Feuchtgebiete und aquatischen Lebensräume zu erhalten und zu vergrößern und die Wasserversorgung der Wälder sicherzustellen. Die wasserwirtschaftlichen Maßnahmen des letzten Jahrhunderts haben zum Verschwinden der Bäche Boronka und Golden, zum Austrocknen der Sandbänke und zum schnellen Abfließen des Wassers in engen, geraden Kanälen geführt. In der folgenden Periode:
vormals begradigte Wasserläufe werden wieder in Umlauf gebracht, künstliche Gräben werden geschlossen, so dass das Wasser in der Landschaft neu verteilt und dem Boden wieder zugeführt werden kann.
Neues Leben könnte in die Sümpfe einziehen
Die Investition soll die Austrocknung während der immer länger werdenden Dürreperioden verringern und die verheerenden Auswirkungen von Überschwemmungen, die durch gelegentliche Sturzfluten verursacht werden, abmildern.
Durch die Anhebung des Grundwasserspiegels und die Rückhaltung des Regenwassers soll der ökologische Zustand des Grünlands verbessert, die Artenzusammensetzung des Blauschwingels und der Heide wiederhergestellt und die Zahl der geschützten Pflanzenarten erhöht werden.
Auch die Überlebenschancen der einheimischen Wälder steigen
Das Projekt wird auch dazu beitragen, den Wasserhaushalt in Waldgebieten zu verbessern, die an Wasserrückhaltegebiete angrenzen. Dadurch könnte das Austrocknen einiger Waldgebiete gestoppt und die Ausbreitung invasiver und/oder invasiver Pflanzenarten verringert werden. Die Maßnahme zielt auch darauf ab, dass die einheimischen Waldgemeinschaften einen dauerhaften und zuverlässigen Nistplatz für eine Reihe von Vogelarten mit hohem Naturschutzwert bieten. Die Anhebung des Grundwasserspiegels und eine konservierende Bewirtschaftung durch Mahd und Beweidung werden ebenfalls dazu beitragen, die Ausbreitung invasiver Pflanzenarten zu verringern, indem der Zustand der einheimischen Bestände verbessert wird.
Querverfüllung am Bach Boronka
Im Rahmen des geplanten Bauvorhabens werden an mindestens vier Stellen Querverbauungen im Bachgraben der Boronka angelegt. Die bestehenden Abschnitte des Flussbettes werden durch ausgehobene Sohlen miteinander verbunden. Ziel ist es, gewundene Abschnitte zwischen Bäumen zu schaffen, wobei die vorhandenen natürlichen Merkmale und die Vegetationsdecke berücksichtigt werden.
Wasser gelangt in die Landschaft
Laut Projektbeschreibung soll der Wasserspiegel durch den Bau von Steinschüttungen in den Gräben des Goldenen Baches angehoben und dann in die tieferen, verkrauteten Wiesenränder entlang des Baches umgeleitet werden. Die vorhandenen Vertiefungen sind durch natürliche, im Querschnitt becherförmige, mäandrierende Mulden verbunden.
Die Entwässerungsgräben werden mit Steinschwellen verschlossen, wobei die Schwellen über das Gelände gestaffelt sind, um die Bildung einer größeren zusammenhängenden Wasserfläche als gewünscht zu vermeiden.
Auch ökotouristische Entwicklungen werden durchgeführt
Neben dem soeben angelaufenen Wasserwiederaufbauprojekt werden im Rahmen des Programms KEHOP Plus weitere Verbesserungen in der Nationalparkdirektion Donau-Drau in Höhe von 2,8 Milliarden Forint in Angriff genommen.
Nach Angaben des Staatssekretärs werden 800 Mio. Forint für Investitionen in den Ökotourismus und die Umwelterziehung ausgegeben, weitere 800 Mio. Forint werden für die Entwicklung einer modernen, umweltfreundlichen Infrastruktur für die Tierhaltung aufgewendet. 800 Mio. Forint werden auch für die Entwicklung des Naturschutzwächterdienstes bereitgestellt.
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