Begrenzte Strecke

An einem kritischen Abschnitt der Balaton-Bahnstrecke soll die Uferböschung gesichert werden

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Ziel der Arbeiten ist es, die Stabilität der Böschungen zu verbessern und die Entwässerungsprobleme umfassend zu beheben.

Das MÁV-Projekt zur Betriebsführung Zrt. im Rahmen eines bedingten öffentlichen Vergabeverfahrens eingeleitet, um die erforderlichen Maßnahmen auf dem Abschnitt Csajág–Balatonkenese der Eisenbahnstrecke Nr. 29 Börgönd–Szabadbattyán–Tapolca zu planen. Die Aufgabe betrifft den Streckenabschnitt zwischen den Kilometerstellen 343 und 350; Angebote werden bis zum 30. März 2026 erwartet.

Der erfolgreiche Bieter hat die Aufgabe, die in der gesamten Planungsvorgabe enthaltene Dokumentation zu erstellen, einschließlich aller erforderlichen Pläne, Ausschreibungsunterlagen und der Durchführung etwaiger Genehmigungsverfahren. Die Arbeiten erstrecken sich auf alle betroffenen Fachbereiche und umfassen die umfassende Ausarbeitung der technischen Lösungen.

Schrägwände, Stützmauern und Entwässerung im Fokus

Im Mittelpunkt der Planungsaufgabe steht die Stabilisierung der Böschungen entlang der Bahnstrecke. Vorrangiges Ziel ist die Verstärkung der Abschnitte, die nicht durch Geozellen geschützt sind, sowie die Begutachtung des Zustands der gesamten rechten Böschung und die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen.

Teil des Projekts ist die Ermittlung der Ursachen für die Beschädigung der Gabionenstützmauer und die Sicherung ihrer langfristigen Standsicherheit sowie die Sanierung der im Abschnitt 345+51 befindlichen Abtragungsstelle und der ausgewaschenen Böschung. Darüber hinaus muss die sichere Ableitung des Regenwassers bis zum Auffangbecken gewährleistet sowie Mängel im ober- und unterirdischen Entwässerungssystem ermittelt und behoben werden.

Im Rahmen der Grundplanung wird auch der Zustand einer 3,5 bis 4 Meter hohen Stützmauer untersucht, wobei gleichzeitig die Aufgabe besteht, die Einsturzgefahr des an der Bahnlinie entlanglaufenden, stellenweise 20 Meter hohen Abhangs zu verringern. Zu diesem Zweck werden detaillierte geotechnische und wasserbauliche Pläne erstellt, verbunden mit der Erforschung der Verfallsprozesse und bodenmechanischen Untersuchungen.

Das Wasser könnte bis zum Balaton geleitet werden

Die Planer müssen die Größe des gesamten Einzugsgebiets, die Abflussverhältnisse sowie die abzuleitende Wassermenge ermitteln. Es ist zu prüfen, auf welchem Trassenverlauf die Entwässerung bis zum Plattensee realisiert werden kann.

Die öffentliche Ausschreibung umfasst auch optionale Leistungen. Dazu gehört die Planung des Umbaus der Gleisanlage, falls dies aufgrund von Entwässerungsproblemen erforderlich sein sollte. In diesem Zusammenhang wird auch die Planung der Telekommunikations-, Starkstrom- und Sicherheitsanlagen (TEB) als separate Option angeboten.

Eine weitere optionale Leistung ist die Einholung eventuell erforderlicher Genehmigungen und Zulassungen, sofern diese für die Durchführung der optionalen Arbeiten notwendig sind.

Ein seit über hundert Jahren bestehendes Problem am Ufer des Balaton

Laut einer Zusammenfassung der Fachzeitschrift Sínek Világa wurde die Eisenbahnstrecke Szabadbattyán–Tapolca im Juli 1909 als Verkehrsverbindung am Nordufer des Balaton für den Verkehr freigegeben. Die Böden am Ostufer des Balaton sind weitgehend von Löss geprägt. Dies hat sowohl auf den südlichen als auch auf den nördlichen Gleisen mehrfach zu erheblichen Problemen bei der Instandhaltung geführt.

Nach der Inbetriebnahme der Bahnstrecke kam es im Mai 1914 zwischen den Bahnhöfen Balatonkenese und Balatonfűzfő aufgrund von Erdrutschen an der Lösswand zu einem schweren Eisenbahnunglück. Die Gleise rutschten zusammen mit der sich bewegenden Lösswand in den Balaton.

Die Bewegung des Lösses hatte sich noch immer nicht gestoppt, weshalb in den 60er Jahren fast auf der gesamten Strecke eine neue Trasse angelegt werden musste, wobei das Gleis aus dem See heraus vorgerückt wurde. Auf diesem Abschnitt stabilisierte sich die Trasse, doch zwischen den Bahnhöfen Csajág und Balatonkenese musste man weiterhin mit dieser langsamen, kriechenden Bewegung rechnen.

Aufgrund der anhaltenden Erosion der Uferböschung erfordert dieser Abschnitt der Bahnstrecke bis heute besondere Aufmerksamkeit.

Quelle: B LinkB

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