Nachrichten aus der Industrie
Im Inneren wie im Äußeren im Dienste der Gemeinschaft und der Kultur – Im mit dem Nívó-Preis ausgezeichneten Wissenszentrum in Szekszárd wurde eine Gedenktafel enthüllt
Vor mehr als einem Jahr, am 20. Januar 2025, offiziell seine Pforten das Wissenszentrum Szekszárd. Damit wurden die 300.000 Bücher, die zahlreichen Zeitschriften und die 10.000 Meter an Dokumenten der beiden Einrichtungen – des Tolnaer Kreisarchivs des Ungarischen Nationalarchivs sowie der Illyés-Gyula-Bibliothek – in würdige und moderne Räumlichkeiten gebracht.
Für die Realisierung des Kulturzentrums ZÁÉV Bauwesen Zrt. erhielt Ende 2025 den Bauindustrie-Qualitätspreis, eine der renommiertesten Auszeichnungen der Branche,
Am 24. März 2026 fand schließlich die Verleihung des Qualitätspreises statt.
Vor der Enthüllung der Auszeichnungstafel ergriffen im Namen des Bewertungsausschusses der Stiftung für den Bauindustriepreis Miklós Zórándy, József Dormán, stellvertretender Geschäftsführer des Bauunternehmens ZÁÉV Zrt., Dr. Balázs Czetz, stellvertretender Generaldirektor für Sammlungen des Ungarischen Nationalarchivs, sowie im Namen der Stadtverwaltung von Szekszárd Attila Berlinger, Bürgermeister.
Komplexes Projekt in Zusammenarbeit
Miklós Zórándy hob die Bedeutung des Nívódíj hervor, der zu den höchsten fachlichen Auszeichnungen zählt und von einer breit gefächerten, mehrere Fachbereiche vertretenden Jury vergeben wird. Er hob hervor, dass das Wissenszentrum in Szekszárd nicht nur durch seine architektonische Qualität besticht, sondern auch aufgrund seiner sozialen und kulturellen Rolle über sich selbst hinauswächst.
József Dormán gab in seiner Rede einen umfassenden Überblick über die Umsetzung des Wissenszentrums in Szekszárd, den Ablauf der Bauarbeiten und die technischen Details, wobei er die Komplexität des Projekts und die Bedeutung der Zusammenarbeit hervorhob.
Er stellte die wichtigsten Parameter des Gebäudes ausführlich vor: Die 6061 Quadratmeter große, dreistöckige Anlage erfüllt moderne, komplexe Funktionen und beherbergt sowohl Bibliotheks-, Bildungs- als auch Archivräume. Er hob auch den bedeutenden technischen Umfang hervor, unter anderem die Tiefgründungsarbeiten, die große Menge an verbauten Baumaterialien sowie die energetischen Systeme.
In seiner Rede kam er mehrfach auf die Teamarbeit hinter dem Projekt und die Bedeutung der Zusammenarbeit zurück. Er dankte dem Auftraggeber, den Planern, den technischen Prüfern und den Subunternehmern für ihre Arbeit und betonte, dass ein Investitionsvorhaben dieser Größenordnung nur durch koordinierte Zusammenarbeit realisiert werden könne.
„Ein Projekt dieser Größenordnung und Bedeutung ist immer mehr als nur die Errichtung eines Gebäudes. Dafür braucht es ein engagiertes Team, das Hand in Hand arbeitet.”
Dr. Balázs Czetz sprach über den Wandel der Rolle öffentlicher Sammlungen im digitalen Zeitalter. Er betonte, dass die Aufbewahrung physischer Dokumente nach wie vor unverzichtbar sei und dass die Zukunft in neuen, offenen und integrierten Wissenszentren liege.
Attila Berlinger hob in seiner Rede schließlich die städtische und regionale Bedeutung des Wissenszentrums hervor. Er wies darauf hin, dass das Gebäude einen gemeinschaftlichen und kulturellen Mehrwert schaffe, über seine rein bauliche Funktion hinausgehe und langfristig eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Region spielen könne.
Eine leicht erreichbare Insel
Das Wissenszentrum entstand im Rahmen eines Brachflächenprojekts zur Umnutzung des Geländes der ehemaligen Kaserne in Szekszárd auf der Grundlage der Genehmigungs- und Ausführungspläne des Lizenznehmers Építész Alkotóműhely Kft.. Und wo wir gerade bei Auszeichnungen sind: Die Arbeit der Architekten des Gebäudes wurde mit dem Alfréd-Forbát-Preis gewürdigt.
Das Wissenszentrum, das sich im Besitz des Ungarischen Nationalarchivs befindet, ist kein Heiligtum, in dem isoliertes Wissen und Bildung von einer privilegierten Elite gehütet werden. Getreu dem Konzept eines offenen und dienstleistungsorientierten Archivs sehen sie es als vorrangige Aufgabe an, dass möglichst viele Schüler und Studenten von Grund-, Mittel- und Hochschulen die Einrichtung besuchen, das Archiv kennenlernen und die dort aufbewahrten Kulturschätze entdecken.
Nicht nur ein Gebäude, sondern ein städtischer Treffpunkt
Schauen wir uns einmal im Überblick an, welche Arbeiten zu der renommierten Auszeichnung für das Modell ZÁÉV beigetragen haben. Das dreistöckige Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von 3500 Quadratmetern wird äußerlich durch eine mehr als 1000 m² große Vorhangfassade sowie durch großformatige Fassadenplatten in hell- und dunkelgrauen Farbtönen mit einer Gesamtfläche von fast 2500 m² geprägt.
In der Archivabteilung wurde ein den heutigen Anforderungen entsprechendes, elektronisch gesteuertes Regalsystem für die Archivierung installiert.
Die Gebäudeteile mit unterschiedlichen Funktionen werden durch die Aula miteinander verbunden. Daran angeschlossen sind die Garderobe, das Café und der Veranstaltungssaal, der Platz für 200 Personen bietet. Die Gebäudetechnik und die elektrischen Anlagen basieren auf modernsten, energieeffizienten Lösungen: Wärmepumpen-Kühlung und -Heizung, intelligente Steuerung und automatisierte Beschattung sorgen für einen nachhaltigen Betrieb.
Das intelligente Gebäude wird nahezu ohne Energieverbrauch betrieben.
Im Rahmen des Projekts entstanden zudem 5200 Quadratmeter Grünfläche sowie ein neuer Gemeinschaftsbereich, der Parkplätze, Fahrradabstellplätze und Spazierwege umfasst. Das Projekt hat Szekszárd somit nicht nur ein Gebäude, sondern auch einen städtischen Treffpunkt beschert.
Quelle: Link
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