Energie
Ein kleines Solarkraftwerk könnte ein Drittel des Stromverbrauchs des Zsóry-Bades decken
Während es Mitte des 20. Jahrhunderts noch ein Erholungsort für die Einwohner von Matyóföld und die Menschen aus der Umgebung war, hat sich das Zsóry-Kur- und Strandbad in Mezőkövesd mittlerweile zu einem der bedeutendsten, sich über 11 Hektar erstreckenden Komplexe in Nordungarn entwickelt. Als Fortsetzung der Modernisierungsmaßnahmen der letzten Jahrzehnte wird der Betrieb des Bades nun auch durch ein kleines Solarkraftwerk unterstützt.
Die Geschichte begann mit einem glücklichen Zufall: Im Jahr 1938 erteilte Lajos Zsóry, Hauptrichter und Abgeordneter des Nationalrats, die Genehmigung, auf seinem Landgut in Mezőkövesd Bohrungen zur Erdölexploration durchzuführen. Zwar wurde kein Öl gefunden, doch aus einer Tiefe von 875 Metern schoss eine 30 Meter hohe, 68 °C heiße Wassersäule empor. Lajos Zsóry erkannte den Wert dieser Quelle und brachte das Wasser als abgefülltes Mineralwasser auf den Markt; im Juli 1940 eröffnete er zudem das erste Badebecken. Das Wasser aus den Quellen des Bades, das einen hohen Gehalt an Schwefel und Mineralstoffen aufweist, wurde 1968 als Heilwasser anerkannt.
Es muss ein komplexes System geschaffen werden
Auf dem Gelände des Bades (3400 Mezőkövesd-Zsóry, Napfürdő u.) wird ein aus Solarmodulen bestehendes, genehmigungsfreies Kleinstkraftwerkssystem errichtet; es wird ein Auftragnehmer gesucht. Die Gesamtleistung des geplanten Klein-Kraftwerks beträgt 499,5 kW, die über 28 dreiphasige Wechselrichter auf die folgenden Standorte verteilt wird:
- Parkplatz: 320,32 kW
- Schwimmbad: 63,36 kW
- Badezimmer: 81,08 kW
- Wirtschaftsgebäude, Kinderferienheim: 117,88 kW
In der Anlage können insgesamt 1.131 Solarmodule mit einer Nennleistung von jeweils mindestens 440 Wp sowie 115 Solarmodule mit einer Nennleistung von jeweils mindestens 720 Wp installiert werden.
Für den voraussichtlich achtmonatigen Einsatz werden bis zum 28. August Bewerbungen entgegengenommen.
Quelle: Link
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