Was wird gebaut?
Der versteckte, grüne Park von Lipótváros wird neu gestaltet
Nur wenige kennen ihn, viele entdecken ihn zufällig: Ein wahrer versteckter Schatz im 5. Bezirk der Hauptstadt ist der von riesigen Bäumen gesäumte Honvéd-Platz. Sein Name erinnert an die Soldaten des Freiheitskampfes von 1848–49, und bereits im 19. Jahrhundert wurde er als klassischer Stadtpark mit Baumbestand genutzt, dessen Erscheinungsbild sich jedoch im Laufe des 20. Jahrhunderts mehrfach veränderte – vor allem aufgrund des Baus der umliegenden Gebäude und Tiefgaragen.
Seine heutige, multifunktionale Gestaltung entstand im Rahmen einer größeren, umfassenden Sanierung, die etwa in den Jahren 2011–2012 durchgeführt wurde: Damals wurden die Bepflanzung, der Bodenbelag und die Stadtmöbel komplett erneuert, und es entstand ein Spielplatz mit Gummibelag und altersgerechten Spielgeräten (Klettergerüste, Schaukeln). Sein mittlerweile verfallener Zustand und die Unpersönlichkeit der zentralen Elemente des Platzes rechtfertigen eine Neukonzeption des Parks.
Klimabewusstes Denken bildet die Grundlage, die lokale Identität steht im Mittelpunkt
In 330 Tagen läuft die Frist für das Konsortium aus VÁROS-TEAMPANNON Kereskedelmi és Szolgáltató Kft., „KÖZLEKEDÉS” Planungsbüro Kft. und Objekt Tájépítész Iroda Szolgáltató Kft. ab, eine der wichtigsten Grünflächen in Lipótváros neu zu gestalten. Wie aus der mit einem Angebot von 113 Millionen Forint gewonnenen Ausschreibung besagt, dass „das Ziel der umfassenden Erneuerung des Honvéd-Platzes darin besteht, unter Beibehaltung der derzeitigen Funktionen den Park im Sinne der Gemeinschaft weiterzuentwickeln, die Verbesserung des Spielplatzes und des Sportplatzes, der vollständige Austausch veralteter Geräte und Beläge, die Neugestaltung der Grünflächen, der bedarfsgerechte Umbau der Umzäunungen, die Schaffung zusätzlicher Sitzgelegenheiten, die Sanierung der zugehörigen Einrichtungen sowie die Schaffung eines hochwertigen öffentlichen Parks und einer entsprechenden Infrastruktur, die den heutigen Anforderungen gerecht werden.”
Ziel der Sanierung des Spielplatzes ist es, vor allem unter Berücksichtigung der lokalen Identität das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu fördern und zu stärken.
Es ist gezielt geplant, Spielgeräte aufzustellen, mit denen mehrere Kinder gemeinsam zu einem gemeinsamen Thema (Märchen) spielen können. Die Umsetzung des Märchens auf dem Spielplatz umfasst sowohl klassische Spielelemente (Malwand, Schaukel, Sandkasten usw.) als auch räumliche Gesellschaftsspiele, die im Zusammenhang mit dem Raum gespielt und entwickelt werden können und bei denen das Kind das Märchen durch sein tägliches Spiel sogar selbst fortsetzen kann.
„Im Einklang mit den Grundsätzen des klimabewussten Denkens planen wir, auf dem ohnehin bereits gut bewaldeten Gelände weitere Bäume zu pflanzen, die zusätzlichen Schatten spenden”, heißt es. Zur Bewässerung der Bepflanzung muss die Möglichkeit der Errichtung eines Bohrbrunnens geprüft werden. Darüber hinaus ist die Planung eines für den Betrieb des Spielplatzes erforderlichen Versorgungsraums sowie eines barrierefreien, ebenerdigen Gebäudes mit Toiletten und Wickelräumen für die Nutzer des Spielplatzes Teil des Planungsauftrags.
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