Was wird gebaut?

Ein seit 1766 bestehender Markt in der Nördlichen Tiefebene könnte in ein modernes Gebäude umziehen

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Google Maps, Unsplash
Der Stadtmarkt von Hajdúnánás kann durch eine neue Markthalle und die damit verbundenen infrastrukturellen Verbesserungen auf ein Niveau gebracht werden, das seiner Zeit und Bedeutung gerecht wird.

Hajdúnánás ist seit Jahrhunderten das bedeutendste Handels- und Landwirtschaftszentrum der Region. Das Marktrecht wurde der Stadt bereits 1766 von Maria Theresia verliehen, und seitdem bilden die regelmäßigen Wochenmärkte das Rückgrat der lokalen Wirtschaft. Der Marktplatz hat sich im 20. Jahrhundert in der Nähe des Stadtzentrums, am Fuße des Wasserturms, etabliert. Seit vielen Jahrzehnten findet hier der Markt mit Verkaufsständen im Freien, einfachen Holz- und Metallbuden sowie offenen Pavillons statt.

Die Stadt beabsichtigt nun, die den Witterungseinflüssen ausgesetzte Infrastruktur, die nur einen saisonalen Betrieb ermöglicht, im Rahmen eines umfassenden, aus Mitteln des Programms TOP Plusz finanzierten Sanierungsprogramms zu erneuern. Auf der Grundlage der aktuellen, vorläufige Ausschreibung wird nun ein Auftragnehmer für den Bau eines neuen Hallengebäudes und den Ausbau des dazugehörigen Straßennetzes sowie für die Sanierung des Wasserturms gesucht. Bewerbungsfrist: 14. September.

 

 

Neue Markthalle

Der Markt der Stadt wird um ein völlig neues, modernes, einstöckiges Hallengebäude bereichert, das mit einer Nutzfläche von mehr als 711 Quadratmetern Käufer und Verkäufer erwarten wird. Neben dem geräumigen, überdachten Marktplatz werden fünf separate Ladenlokale und zwei Imbissstände Platz finden, die mit eigenen Sanitäranlagen und Umkleideräumen ausgestattet sind. Für den Komfort der Besucher sorgen barrierefreie Gemeinschaftstoiletten, während energieeffiziente, moderne Klimaanlagen zum Heizen und Kühlen sowie die neuesten Wärmedämmtechnologien und Fenster und Türen mit Dreifachverglasung für ein angenehmes Raumklima sorgen.

 

Raumplanung, Verkehr und Grünflächen

Parallel dazu könnte auch die Umgebung der Halle erneuert werden: Auf einer Fläche von mehr als 2.300 Quadratmetern könnte der Belag durch neue Pflastersteine ersetzt werden, und die Mitarbeiter des erfolgreichen Bieters könnten neue interne Wege und Gehwege anlegen. Für die Besucher werden 32 Parkplätze – darunter auch behindertengerechte – sowie 13 Fahrradstellplätze eingerichtet, und für die Sicherheit sorgt künftig ein neues Videoüberwachungssystem. Das Areal kann sich zu einem echten Gemeinschaftsraum entwickeln, denn neben den neu gepflanzten Bäumen, Sträuchern und Gartenpergolen werden in der Umgebung des Marktes auch sieben neue Verkaufsstände aus Holz aufgestellt; zwei mit Solarzellen betriebene „Smart-Bänke“ erwarten diejenigen, die sich ausruhen möchten, mit kabellosen Handy-Ladestationen und Sensoren zur Messung von Umgebungsdaten.

 

Der Wasserturm könnte verschönert werden

Als drittes wichtiges Element des Projekts kann auch der Wasserturm, ein prägendes Bauwerk der Gegend, saniert werden. Da die tragende Struktur des Turms stabil ist, können die Fachleute die Reparatur der rund 658 Quadratmeter großen Außenfläche mit spezieller Bergsteigertechnik durchführen. Im Zuge der Arbeiten werden die freiliegenden Stahlteile mit Korrosionsschutz versehen, Oberflächenfehler und Abplatzungen im Beton behoben und schließlich durch eine dauerhafte, zweischichtige Lackierung das einheitliche Erscheinungsbild des Bauwerks wiederhergestellt.

 

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