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Geothermie ist die Zukunft

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Bayer präsentierte das Potenzial der Geothermie auf einer politischen Veranstaltung.

Die Minister der Mitgliedstaaten werden am 16. und 17. Juli 2024 in Budapest ihr erstes informelles Treffen des ungarischen Ratsvorsitzes abhalten. Am Eröffnungstag der Veranstaltung besuchten die Delegationen die Bohrung einer geothermischen Quelle in Tököl, die die politischen Prioritäten widerspiegelt.

Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende ist, dass zusätzlich zu den schnell wachsenden, wetterabhängigen erneuerbaren Energien erhebliche Fortschritte bei der Nutzung der Geothermie erzielt werden, die derzeit sowohl auf EU-Ebene als auch auf nationaler Ebene noch zu wenig genutzt wird.

 

 

Attila Steiner, Staatssekretär für Energie- und Klimapolitik, sagte bei der Eröffnung des Besuchs: "Die effizientere Nutzung alternativer Energiequellen ist für die Schaffung von Energiesouveränität in Europa und den Mitgliedstaaten, für die sichere und erschwingliche Versorgung der Verbraucher mit Energie und für die Erfüllung der Klimaschutzverpflichtungen von wesentlicher Bedeutung. Nach den EU-Strategiepapieren sollte der Anteil der Solar- und Geothermie am Energiemix mindestens verdreifacht werden, um unsere gemeinsamen Energie- und Klimaziele zu erreichen. Ungarn gehört seit vielen Jahren zu den fünf führenden europäischen Ländern bei der direkten Nutzung geothermischer Energie, für die das gesamte Karpatenbecken sehr günstige Voraussetzungen bietet. Wir gehen davon aus, dass die in Ungarn geplanten neuen Nutzungen bis 2035 1-1,2 Milliarden Kubikmeter Erdgas ersetzen und damit unsere Importabhängigkeit deutlich reduzieren werden."

 

 

Auch eine veränderte Denkweise der Unternehmen hilft beim Übergang

Vonas Florian, Leiter der Geothermie-Abteilung von Bayer Construct, die den Ort für den Besuch zur Verfügung stellte, erklärte:

"Wir betrachten die Geothermie als einen strategischen Sektor: Derzeit haben wir sieben laufende Projekte zur Strom- und Wärmeerzeugung. In diesem Jahr haben wir außerdem eine moderne Bohranlage mit einer Hakenlast von 400 Tonnen und eine Flotte von Geräten zur Unterstützung von Tiefbohrungen erworben. In Zukunft wird unser Geothermiegeschäft einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Ziele der nationalen Energiestrategie, zur Steigerung der Erzeugung erneuerbarer Energien und zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen leisten können."

 

 

Neben der Studienreise werden die Minister der Mitgliedstaaten auf der heutigen Plenartagung als ersten Tagesordnungspunkt über Möglichkeiten zur Förderung der weiteren Verbreitung der Geothermie und über die Mittel zur Unterstützung diskutieren.

 

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