Klima-X
In Esztergom wird ein modernes Regenwassernetz gebaut – die Entwicklung der städtischen Infrastruktur tritt in eine neue Phase ein
Anfang Oktober begann die Baufirma STRABAG mit den Arbeiten zur Errichtung öffentlicher Versorgungsleitungen in der Deák Ferenc Straße in Esztergom. Die Fachleute des Bauunternehmens bauen im Rahmen der Trennung des alten, veralteten, kombinierten Abwasser- und Regenwasserableitungssystems einen separaten Regenwasserkanalabschnitt.
Die Investition sorgt für eine sicherere, kontrollierte Ableitung des Wassers – selbst bei starken Niederschlägen. Außerdem entlastet sie die Kläranlage, da durch die Behandlung des Regenwassers keine Kapazitäten gebunden werden. Der Bau des geteilten Rohrleitungsnetzes ist auch aus ökologischer Sicht ein bedeutender Fortschritt und schafft die Grundlage für eine moderne Regenwasserbewirtschaftung.
Diese Entwicklung ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms.
Im Rahmen der Bauarbeiten wird eine neue Hauptleitung mit einer Länge von 334 Metern verlegt. Darüber hinaus werden die Fachleute des Unternehmens auf einer Länge von 440 Metern neue Hausanschlüsse installieren. Der aktuelle Auftrag für STRABAG umfasst den Bau des gesamten Regenwasserkanals und die vorübergehende Wiederherstellung der Straßenoberfläche.
Im Rahmen eines umfassenden Entwicklungsplans wird Esztergom in vier Jahren – ohne Abrufverpflichtung – 4 Milliarden Forint für den Ausbau und die Modernisierung des Straßen- und Versorgungsnetzes der Stadt aufwenden. Die einzelnen Projekte werden mit den in den jeweiligen Verträgen festgelegten technischen Inhalten realisiert.
Die Herausforderungen des städtischen Umfelds
Der Arbeitsbereich weist besondere Gegebenheiten auf, da mehrere Bauunternehmen gleichzeitig in der Deák Ferenc Straße tätig sind. Parallel laufen der Bau der Abwasserkanalisation und die Erneuerung der Trinkwasserleitungen im Rahmen des Auftrags ÉDV Zrt. unter Beteiligung verschiedener Bauunternehmen. Die Abstimmung der Arbeiten erfordert eine kontinuierliche Koordination zwischen den Parteien. Eine weitere Herausforderung stellt die Bautätigkeit in einer dicht bebauten, bewohnten städtischen Umgebung sowie die Aufrechterhaltung des Betriebs der bestehenden öffentlichen Versorgungsleitungen dar. Während der Bauarbeiten muss in der 340 Meter langen und etwa 10 Meter breiten Straße auch der Fußgängerverkehr gewährleistet sein.
Leitungen mit variablem Durchmesser werden gebaut
Die Hauptleitung wird mit vier verschiedenen Durchmessern gebaut: 152 Meter mit 500 mm, 88 Meter mit 400 mm, 53 Meter mit 315 mm und 41 Meter mit 200 mm Durchmesser, insgesamt mit 25 Reinigungsgruben. Die Anschlussleitungen werden mit einem Durchmesser zwischen 160 und 400 mm und einer Gesamtlänge von 444 Metern gebaut. Die Ausführung erfolgt aus Richtung des Empfängers, in kontinuierlicher Arbeit, von Schacht zu Schacht. Vor den Fundamentarbeiten wurden die Versorgungsleitungen freigelegt und eine Vor-Ort-Vermessung durchgeführt, um die genaue Lage der bestehenden Leitungen zu erfassen. In den tieferen Abschnitten erfolgt die Ausführung durch die Errichtung einer ausgegrabenen Baugrube. Bei der Verfüllung und Verdichtung wird besonders darauf geachtet, die mit den Arbeiten verbundenen Vibrationen zu minimieren, um die umliegenden älteren Gebäude zu schützen.
Umweltfreundliches und nachhaltiges Arbeiten
Bei der Ausführung werden moderne Arbeitsmaschinen der Klasse Euro 4 von STRABAG und seinen Subunternehmern eingesetzt, wodurch die Schadstoffemissionen und die Lärmbelastung reduziert werden. Im Rahmen der Arbeiten werden etwa 700 m³ Erde ausgehoben, von denen 400 m³ vor Ort wiederverwendet werden können, während die restliche Menge zu einer Deponie transportiert wird.
Das neue System könnte in zehn Wochen fertig sein
Eine der größten Herausforderungen des Projekts ist neben den parallel laufenden Arbeiten am öffentlichen Versorgungsnetz auch die knappe Frist. Aufgrund der alten, baufälligen Gebäude in der Nähe der Baustelle müssen Arbeiten, die mit starken Erschütterungen verbunden sind, wie beispielsweise das Aufschütten und Verdichten von Erde, mit besonderer Sorgfalt durchgeführt werden. Die Fertigstellung ist für Ende Dezember vorgesehen.
Der erste Schritt zur Stadterneuerung
Die derzeitige Entwicklung der Wasserversorgung ist der erste Schritt zur vollständigen Erneuerung der Straße. Nach den Plänen sollen anschließend die Modernisierung des Stromnetzes sowie Straßen- und Gehwegsanierungsarbeiten folgen. Die Vorbereitungen hierfür sind im Entwicklungsprogramm der Stadtverwaltung von Esztergom für das nächste Jahr enthalten.
Quelle: Link
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