Was wird gebaut?

Dieses Projekt im Komitat Békés trägt auf einer Fläche von mehr als 410 Hektar zum Naturschutz bei.

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Foto: Schafe, die auf die Schur warten, in der Körös-Maros-Nationalpark-Anlage in Kardoskút-Sóstó (MTI Foto: Tibor Rosta/Archivaufnahme)
Im Nationalpark Körös-Maros wurde ein fast eine Milliarde Forint teures Investitionsprojekt gestartet, das bis Ende 2027 abgeschlossen sein soll.

Mit EU-Fördermitteln wurde ein Projekt zur Erhaltung der pannonischen Salzwiesen ins Leben gerufen. Die Verwaltung des Nationalparks Körös-Maros modernisiert derzeit die Musterfarm in Kardoskút Fehértónál, auf der Schafe der Rassen Racka und Cigája gehalten werden, wie die Verwaltung am Freitag mitteilte.

Laut der Mitteilung ist das Hauptziel des bis Ende 2027 umzusetzenden Projekts mit einem Budget von fast einer Milliarde Forint die Erhaltung natürlicher und naturnaher Graslandschaften, insbesondere der pannonischen Salzwiesen und Moore, durch Beweidung.

Darüber hinaus trägt es zur Erhaltung des günstigen Erhaltungszustands der Arten von gemeinschaftlicher Bedeutung in den Gebieten Natura 2000 bei, beispielsweise des Marderhundes, der Großschnabelente, der Sommergans, des Steppenadlers, des Würger, des Rotmilan, des Kranichs und des Zwergpolings.

Foto: Landwirtschaftsministerium

Mehr Schafe und Ziegen können neben Kardoskút weiden

Die Entwicklung betrifft vor allem das Kerngebiet des Nationalparks Kardoskúti Fehértó, wo die Erhaltung der pannonischen Salzsteppen und Sümpfe durch extensive Weidewirtschaft gewährleistet werden kann. Zu diesem Zweck müssen die für den Naturschutz unverzichtbaren Herden von Racka- und Cigája-Schafen vergrößert und ihre Haltungsbedingungen verbessert werden.

Die vom Nationalpark gezüchteten Cigája-Schafe sind nicht nur für den Naturschutz und die Erhaltung der Gene wichtig, sondern haben auch einen touristischen und kulturellen Wert: Sie tragen zum Erhalt der traditionellen Hirtenkultur und des Landschaftsbildes bei.

Neue landwirtschaftliche Gebäude werden errichtet

Anstelle der derzeitigen, baufälligen Gebäude werden neue, für die Weidewirtschaft und Tierhaltung notwendige Bauten errichtet – ein strohgedeckter Schuppen, ein kleinerer Schuppen, ein Gebäude für die Tierpflege sowie ein Brunnenhaus, ein Löschwasserreservoir und öffentliche Versorgungsanlagen. Die neuen Anlagen ermöglichen auch die sichere Lagerung und Verwendung von Futtermitteln und gewährleisten so langfristig die Voraussetzungen für Naturschutzmaßnahmen und Tierhaltung.

Foto: Landwirtschaftsministerium

Die Cigája- und Racka-Schafe nutzen in der Regel salzhaltige Weiden. Es handelt sich um einheimische Schafrassen, die unter heimischen Bedingungen wirtschaftlich gehalten werden können, widerstandsfähig sind und deren Milchleistung mit der intensiver gezüchteter Rassen konkurrieren kann. Der vergrößerte Tierbestand bietet bessere Möglichkeiten für die Schaffung einer mosaikartigen Graslandstruktur, die der natürlichen möglichst nahe kommt.

Die Nutzung von Salzwiesen durch Beweidung ist die beste Bewirtschaftungsmethode. Durch Beweidung kann innerhalb eines Lebensraumtyps eine angemessene Vielfalt geschaffen werden, wodurch die Vielfalt der Pflanzen- und Tiergemeinschaften der Wiesen erheblich gesteigert werden kann. Die Entwicklung trägt auf einer Fläche von mehr als 410 Hektar zur Erreichung dieses Ziels bei.

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