Was wird gebaut?

Die Villa Fáber, einer der Hauptakteure bei der Entstehung des Stadtzentrums von Budafok, könnte renoviert werden.

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Hauptbild: Gemeinde Budafok-Tétény/Youtube-Screenshot
Das markante historische Gebäude am Rathausplatz könnte umfassend renoviert werden, wodurch der Bezirk um eine moderne, barrierefreie Einrichtung für Gemeinschafts- und Gesundheitsfunktionen bereichert würde, wobei die architektonischen Werte des Gebäudes erhalten blieben.

Die Gemeinde Budafok-Tétény hat auf dem öffentlichen Beschaffungsportal veröffentlicht.

 

Neue Funktionen in denkmalgeschützten Umgebungen

Es ist geplant, das Gebäude außen und innen zu renovieren und um neue Gemeinschafts- und Gesundheitsfunktionen zu erweitern. Im Erdgeschoss werden eine Zahnarztpraxis und ein multifunktionaler Gemeinschaftsraum eingerichtet, der auch für die Bewohner des Stadtteils zugänglich sein wird.

Der Keller erhält ebenfalls eine gemeinschaftliche Funktion: Hier entstehen ein multifunktionaler Raum, gemeinschaftliche Sanitäranlagen sowie ein Bereich, der vermietet und auch für gemeinschaftliche Zwecke genutzt werden kann. Zu den langfristigen Entwicklungsplänen gehört auch der Ausbau des Dachgeschosses, wodurch die vermietbare Fläche weiter vergrößert würde. Die Nutzfläche des Gebäudes beträgt ca. 481 Quadratmeter.

Komplette Renovierung und Barrierefreiheit

Im Rahmen der Investition steht auch die Sanierung der Dachkonstruktion auf dem Programm, wobei die Dachdeckung und die Blechkonstruktionen ausgetauscht werden, wobei auch die Möglichkeit einer späteren Dachausbauung berücksichtigt wird. Die Innenräume im Untergeschoss und im Erdgeschoss werden entsprechend den geplanten neuen Funktionen komplett abgerissen.

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeiten ist die nachträgliche Isolierung des Gebäudes gegen Bodenfeuchtigkeit, sowohl an den vertikalen Wänden als auch an den Bodenkonstruktionen. Darüber hinaus wird eine vollständige Fassadensanierung durchgeführt, die auch den Austausch der Fenster und Türen sowie die Rekonstruktion der Steinelemente umfasst.

Im Inneren des Gebäudes werden alle Bereiche – Architektur, Maschinenbau und Elektrik – umgebaut, wobei drei voneinander getrennte Funktionen geschaffen werden. Teil der Pläne sind der Einbau eines Aufzugs, die Gewährleistung eines barrierefreien Zugangs sowie die Gestaltung der unmittelbaren Umgebung mit Pflastersteinen, Bepflanzung und Rasenflächen.

Foto: Gemeinde Budafok-Tétény/Youtube-Screenshot

Die Geschichte der Villa Fáber

Das einst repräsentative Gebäude an der Ecke Városház tér – Mária Terézia utca wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Frigyes Fáber, dem meistbeschäftigten Küfer von Budafok, erbaut. Mit diesem Gebäude an der Ecke Barossliget – Ország út begann die Gestaltung des Stadtzentrums von Budafok.

Auf dem Gelände zwischen dem Gebäude und der Südbahn wurde 1902 die pharmazeutische Fabrik von Zoltán Brázay errichtet. Dieses wurde später zum Fundament des Rathauses von Budafok. 1926 wurde Budafok zur Stadt, und nachdem beschlossen worden war, dass das ehemalige Fabrikgebäude zum Rathaus werden sollte, kaufte die Stadtverwaltung das ehemalige Wohnhaus von Frigyes Fáber.

Das Gebäude wurde umgebaut und diente ab 1929 als Wohnung für den jeweiligen Bürgermeister der Stadt. 1950, nachdem der Bezirk an die Hauptstadt angegliedert worden war, wurde es umgebaut und in dem Gebäude mit dem Namen ”Zöld Kereszt” (Grünes Kreuz) wurden Kinderarztpraxen eingerichtet.

Nach der Übergabe der neuen zentralen Facharztpraxis im Jahr 1966 zogen auch die Kinderarztpraxen aus. Für kurze Zeit bezog die Hazafias Népfront (Patriotische Volksfront) und anschließend – vorübergehend – die MSZMP (Ungarische Sozialistische Arbeiterpartei) das Gebäude, bis die geplante Renovierung des zentralen Parteisitzes und des KISZ-Hauptquartiers abgeschlossen war.

Der geplante Hauptsitz wurde nicht gebaut, und nach dem Systemwechsel erhielt die MSZP das Haus. Aufgrund fehlender Instandhaltungsarbeiten wurde die Immobilie unbenutzbar, bis die Gemeinde schließlich im November 2018 das Gebäude erwarb, das eine wichtige Rolle in der Geschichte des Bezirks gespielt hat.

Die Modernisierung wird im Rahmen des TOP PLUSZ-Programms durchgeführt. Die Angebotsfrist endet am 9. Januar 2026.

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