Was wird gebaut?
Das neue Bildungszentrum der Semmelweis-Universität mit einer Kapazität von 1000 Personen wird auf einem kleinen Grundstück errichtet.
Mit seinem neuen Bildungszentrum schließt die Semmelweis-Universität die umfangreichen Entwicklungsarbeiten am Szentágothai János-Platz ab. Der im Rahmen des Projekts EB Hungary Invest Kft. entstehende Komplex wird auf einem schwer bebaubaren, von drei Straßen umgebenen, schmalen Grundstück errichtet. Die Planer lösten diese Aufgabe mit flexibel nutzbaren Räumen und einem großzügigen Atrium, wobei sie den Fokus auf möglichst viel Tageslicht und eine optimale Übersicht legten.
Das Gebäude fügt sich in das dichte Stadtgefüge ein
Das L-förmige Grundstück (im Block zwischen den Straßen Thaly Kálmán, Tűzoltó, Viola und Balázs Béla) grenzt an drei Straßen des 9. Bezirks der Hauptstadt und wird zudem von zwei Seiten von historisierenden Fassaden eingerahmt. Die Architekten des hier entstehenden Bildungsblocks KÖZTI so konzipiert, dass sich sein Hauptteil um ein nach Osten und Westen ausgerichtetes, verglastes, straßenähnliches Atrium herum organisiert. Hier öffnen sich die Klassenzimmer und Büros im Obergeschoss, was gleichzeitig die Orientierung zwischen den hierarchischen Unterrichtsräumen erleichtert.
Das Atrium fungiert auch als Zwischenklimaraum, da es eine wichtige Rolle bei der Reduzierung der Abkühlung der Oberflächen spielt. Durch Belüftung und Sonnenschutz trägt es auch im Frühjahr und Herbst zum angemessenen Luft- und Temperaturkomfort sowie zur energetischen Nachhaltigkeit des Gebäudes bei.
Vor der kompakten und verglasten Fassade am Szentágothai János-Platz sorgt eine zweite Hülle aus Keramiklamellen unterschiedlicher Dichte für einen fließenden Übergang, wobei die rötliche Farbe und das Material der Lamellen die Fassadengestaltung des gegenüberliegenden Universitätsgebäudes widerspiegeln.
Offene Universität
Die Art und Weise und Dynamik der Raumnutzung in Hochschulen befindet sich im Wandel. Auch in Ungarn wird das Bildungswesen schrittweise modernisiert: Anstelle der dreiteiligen Struktur „Klassenzimmer – Hörsaal – Lehrerzimmer” werden viel flexibler nutzbare, multifunktionale Räume benötigt. Die Investoren und Planer stellten sich daher für die Studierenden eine rund um die Uhr geöffnete „offene Universität” vor, die trotz der Tatsache, dass der Hauptvorlesungssaal im Untergeschoss Platz für tausend Personen bietet, in der Lage ist, individuelle Bedürfnisse zu erfüllen.
Der hohe Innenraum unter dem Atrium ohne innere Stützen kann mit mobilen Wänden in zwei, drei oder vier Teile unterteilt werden. Dank der beweglichen Tribünen kann der Raum mit ebenem Boden in einen Stufenraum umgewandelt werden, sodass er sich für Vorträge, Veranstaltungen und Konzerte eignet.
In diesem Zusammenhang wird versucht, den Betrieb des Gebäudes an die Anforderungen von morgen anzupassen. Aus diesem Grund werden die Fenster und Türen des Gebäudes mit einer sonnenreflektierenden Folie versehen, ein Wärmerückgewinnungs-Lüftungssystem installiert und ein Regenwassersammelsystem eingebaut.
Bereits bei den Fundamentarbeiten waren spezielle Lösungen erforderlich.
Die EBH hat unsere Zeitung über die Details der Umsetzung informiert. Wie wir von ihnen erfahren haben, ist die Trennwand des Arbeitsbereichs inzwischen fertiggestellt, derzeit werden die Verankerungsarbeiten und umfangreiche Erdarbeiten durchgeführt. Da hier fast lückenlos gebaut wird, müssen die Bauunternehmer besonders auf den Erhalt der umliegenden Immobilien achten – durch regelmäßige Bewegungsprüfungen und ständigen Kontakt mit den Hausverwaltungen und Eigentümern.
„Einen Teil Ihres Nachbargebäudes mussten wir auf einer Länge von fast 70 Metern mit einer speziellen Tiefgründungsmethode (Jet-Grouting) verstärken“, erklärte der Bauleiter des ausführenden Unternehmens.
Sie befinden sich an einem entscheidenden Punkt
Die größte Herausforderung für die Fachleute stellen derzeit die Konstruktion und die Knotenpunkte der für die Aula geplanten Hängebrücken sowie die Verbindung der Vorhangfassade am Haupteingang mit dem Glasdach dar. Darüber hinaus erfordern auch der Einbau der großen, sichtbaren Stahltreppen im Foyer und die Gestaltung des Glasdachs über dem Foyer große Aufmerksamkeit.
In der nächsten Phase beginnen die Pfahlarbeiten sowie die Bauarbeiten für das Fundament und das Entwässerungssystem. Parallel dazu kann mit dem Bau der Kopfblöcke und der Bodenplatte begonnen werden.
In Kürze wird der erste Turmkran aufgestellt, der größer und tragfähiger als üblich sein wird. Dies ist aufgrund der Größe der Baustelle und der engen Straßen in der Umgebung erforderlich – aber auch die beiden kleineren Krane, die im Inneren des Gebäudes aufgestellt werden sollen, werden mit dem ersten Kran montiert.
Die Organisation ist entscheidend
Das Baugelände ist nur über die Üllői út, die Tűzoltó utca und die Thaly Kálmán utca erreichbar. Diese Straßen sind nicht nur generell sehr stark befahren, sondern werden auch von mehreren parallel laufenden Bauprojekten genutzt. Die Anlieferung von übergroßen Transportgütern erfolgt daher in der Regel in den späten Abendstunden oder in den frühen Morgenstunden.
„Wir müssen den Zeitplan ständig anpassen, damit – so der Bauleiter – keine nennenswerten Materialvorräte vor Ort gelagert werden müssen, da wir nur über einen sehr kleinen Aufstellplatz verfügen.”
„Alle bedeutenden logistischen Aufgaben“, fügte er hinzu, „müssen im Voraus verkehrstechnisch geplant werden und den Vorschriften der Kommunalverwaltung, der Straßenverkehrsbehörde und der Polizei entsprechen, was von den an der Umsetzung Beteiligten ein hohes Maß an Vorbereitung und Organisation erfordert.
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