Straßenbau
Das Tor zum Diplomatenviertel und eine kleine Straße, die an eine Auseinandersetzung aus dem 19. Jahrhundert erinnert, könnten ebenfalls renoviert werden
Das Programm zur Erneuerung der öffentlichen Räume in Terézváros wird fortgesetzt: Derzeit sind die Baustellen HE-DO und Penta am Lövölde-Platz und in der Révay-Straße im Einsatz.
Die Neugestaltung der öffentlichen Räume in Terézváros hat zu spannenden städtebaulichen und stadtgeschichtlichen Höhepunkten geführt.
Vom lauten Vergnügungslokal zum Spielplatz
An der Grenze zwischen Terézváros und Erzsébetváros liegt der Lövölde-Platz, wo unter den riesigen Platanen sowohl die Erinnerung an das Pest der Vorkriegszeit als auch das moderne Treiben der Innenstadt spürbar ist. Der Name ist kein Fantasiename: Hier befand sich tatsächlich ein Schießstand, und zwar der größte der Stadt:
Anstelle des durch die Überschwemmung zerstörten früheren Schießstandes wurde hier 1840 nach den Plänen von András Zambelli der monumentale, im klassizistischen Stil erbaute Schießstand errichtet, der von Palatin Joseph persönlich eingeweiht wurde.
Hier entstand ein riesiges Gesellschafts- und Unterhaltungszentrum mit einer Schießhalle mit 22 Schießständen, Restaurants, einer Bierhalle sowie Pfeifen- und Kartenspielsalons. Sein Schicksal wurde durch die Entwicklung der Stadt besiegelt: Das laute Vergnügungslokal passte einfach nicht mehr zwischen die luxuriösen Mietpaläste und Villen, sodass das Gebäude der "Lövölde" 1890 abgerissen wurde. An seiner Stelle entstand damals der heute bekannte, 1982 um einen Spielplatz erweiterte Platz entstand, für dessen Sanierung die Mitarbeiter von Penta Általános Építőipari Kft. drei Monate und 163 Millionen Forint benötigen werden.
Die Auftragnehmer müssen eine kleinräumige Erneuerung der Grünflächen sowie eine Überprüfung der Verkehrssteuerungstechnik an der Ampelkreuzung in der Szív-Straße durchführen. Zu den Aufgaben gehören die Verlegung neuer Straßen- und Gehwegbeläge sowie die Gestaltung von Grünflächen, der Umbau der dazugehörigen Bordsteine, die Regelung der Regenwasserableitung, die Aufstellung von Straßenmobiliar sowie die Einrichtung eines neuen Fußgängerüberwegs an der Kreuzung der Szív-Straße. Zu den Aufgaben gehört außerdem die Einrichtung einer neuen Mikromobilitätsstation auf der geraden Seite der Szív-Straße.
Er fällt aus der Reihe
Als man Mitte des 19. Jahrhunderts – insbesondere bei der Planung der Sugár-Straße (heute Andrássy-Straße) und der St.-Stephans-Basilika – damit begann, das orthogonale Straßennetz der Gegend zu gestalten, „störte” das riesige Grundstück der Familie Marczibányi schlichtweg die Bebauungspläne. Obwohl die Stadtverwaltung die Eigentümer zur Anpassung aufforderte, begannen die Marczibányis, das wertvolle Grundstück in der Innenstadt selbst zu parzellieren und als Mietwohnungen zu verkaufen.
Man hat einfach die bestehenden, schrägen Grundstücksgrenzen nachverlegt und damit die in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts festgelegten Grundstücksgrenzen bestätigt.
Das Projekt HE-DO Építő Zrt. kann nun innerhalb von sechs Monaten mit einem Budget von rund 285 Millionen Forint die Sanierung der Révay-Straße sowie des Abschnitts der dazu senkrecht verlaufenden Káldy-Gyula-Straße zwischen Andrássy-Straße und Révay-Straße durchführen. Die Arbeiten umfassen das Aufbrechen des bestehenden Straßenbelags, die Verlegung neuer Straßen-, Parkplatz- und Gehwegbeläge sowie den Umbau der dazugehörigen Bordsteine, die Neugestaltung der Regenwasserableitung entsprechend einem neuen Konzept und die Schaffung neuer Grünflächen.
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