Klima-X

Auch am internationalen Flughafen Liszt Ferenc bereitet man sich auf starke Regenfälle vor.

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Fotos: bud.hu
Der internationale Flughafen Budapest Liszt Ferenc modernisiert sein Regenwasseraufbereitungssystem, um sich an die immer extremeren Wetterbedingungen anzupassen. Mit Unterstützung des Programms RESILIMET wird die Infrastruktur des Flughafens widerstandsfähiger gegen heftige Stürme und erhöhte Niederschlagsmengen gemacht.

Das Verkehrsprogramm CEF (Connecting Europe Facility) der Europäischen Union stellt Finanzmittel bereit, damit Budapest Airport im Rahmen des Programms RESILIMET. Laut ihrer Mitteilung soll das dreijährige Projekt, das Anfang 2026 startet, dazu beitragen, dass der Flughafenbetrieb auch unter den Auswirkungen des Klimawandels langfristig sicher und nachhaltig bleibt.

Im Rahmen der Investition werden die Entwässerungssysteme modernisiert, die Ölabscheideranlagen erweitert und neue Lösungen für die Speicherung von Regenwasser entwickelt, um extremen Wetterbedingungen gerecht zu werden.

Ein ehemaliger Bergbau-Tiefbau wurde zum Regenrückhaltebecken des Flughafens

Derzeit – nachzulesen auf der Seite bud.hu – ist ein etwa 20.500 Quadratmeter großer künstlicher See, der vor etwa siebzig Jahren an der Stelle eines ehemaligen Materialdepots angelegt wurde, ein Schlüsselelement der Regenwasserbewirtschaftung des Flughafens. Der See ohne natürlichen Abfluss dient heute als Regenwasser- und Löschwasserreservoir. In den 1980er Jahren wurde ein separates System für die Abwasserableitung gebaut, sodass der See seitdem in erster Linie zur Aufnahme des Regenwassers des Flughafens dient. Mit dem Ausbau der Flughafeninfrastruktur hat sich der Anteil der versiegelten Flächen erheblich vergrößert, was zu einem Anstieg der zu leitenden Regenwassermenge führte, sodass eine künstliche Regulierung des Wasserstands und eine Modernisierung des Systems erforderlich wurden.

Überwachungssystem schützt die aufnehmenden Gewässer

Am Flughafen gibt es ein getrenntes Kanalisationssystem: Das Regenwasser aus der Umgebung des Terminals 1 fließt in den Flughafen-Minensee und wird dann kontrolliert in das Entwässerungssystem des Terminals 2 geleitet, von wo aus es über den Maglódi-Kanal und schließlich in den Gyáli-Bach fließt. Zum Schutz der natürlichen Gewässer betreibt Budapest Airport zwei TOC-Messstationen. Diese haben die Aufgabe, den Gehalt an organischen Stoffen im Regenwasser zu messen. Wenn die Konzentration den Grenzwert überschreitet – beispielsweise aufgrund von Stoffen, die bei der Enteisung im Winter entstehen –, leitet das System das Wasser automatisch in das Abwassernetz. Auf diese Weise wird die ökologische Belastung der aufnehmenden Gewässer verhindert.

Abgeschlossene und laufende Projekte unterstützen die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele

Die Verbesserungen im Bereich Wassermanagement sind Teil der umfassenderen Nachhaltigkeitsstrategie von Budapest Airport. Im Terminal 2 des Flughafens wurden 11 Trinkbrunnen installiert, an denen Passagiere ihre eigenen Trinkflaschen auffüllen können, wodurch der Verbrauch von Einweg-PET-Flaschen reduziert wird. Im Einklang mit seiner Umweltpolitik hat sich der Betreiber zum Ziel gesetzt, seine direkten CO2-Emissionen bis 2030 um mehr als 90 Prozent zu reduzieren und bis dahin die höchste Stufe 5 der Airport Carbon Accreditation zu erreichen. Das Projekt RESILIMET trägt zu diesen Klimaschutz- und Umweltbemühungen bei, indem es die Wasserinfrastruktur des Flughafens verbessert.

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