Was wird gebaut?

SCHOTT Pharma erweitert in Lukácsháza die Produktion von Produkten für die Arzneimittelaufbewahrung – Richtfest für die neue Halle von SCHOTT

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Auf dem höchsten Punkt der neuen Produktionshalle SCHOTT Pharma in Lukácsháza wurde die Richtkrone aufgesetzt. Die feierliche Zeremonie markiert den Abschluss der Rohbauarbeiten für die im Rahmen des Projekts STRABAG entstehende Anlage. Die Bedeutung der Investition geht weit über den Bau einer neuen Produktionshalle hinaus: Hier werden spezielle sterile Ampullen hergestellt, die durch moderne GLP-1-basierte Therapien weltweit mehr als einer Milliarde Patienten mit Diabetes oder Adipositas helfen können.

Das Ziel der Investition SCHOTT Pharma ist die Erweiterung der bestehenden Fabrik durch den Bau neuer Produktions- und Verpackungsanlagen. Die Aufgabe von STRABAG ist die Realisierung der gesamten Gebäudestruktur: die Einrichtung des Reinraums, die Installation der Gebäudetechnik-, Gebäudeelektrik- und Gebäudeüberwachungssysteme sowie die Planung und Umsetzung des Energieüberwachungssystems. Zu den Arbeiten gehört auch die Planung, Genehmigung und Installation der Sprinkleranlage bis zu den technologischen Anschlusspunkten.

Bauarbeiten inmitten von Bachtälern

Die mehr als 13.000 Quadratmeter große Arbeitsfläche befindet sich zwischen zwei Bachläufen auf feinem, lehmigem Sedimentboden. Der lehmige Boden ohne Entwässerung, der zu Volumenveränderungen neigt, erforderte spezielle Bodenkonstruktionslösungen.

Bei der Ausführung wurde eine vorgefertigte Säulenkonstruktion mit Deckenplatten, Stahlbeton-Versteifungswänden und Treppenhausblöcken hergestellt. Das Fundament wurde mit Hilfe der CFA-Technologie mit gebohrten Pfählen realisiert. Der Arbeitsbereich wurde mit einer Stahlblechbegrenzung gesichert, außerdem wurden Schrankvertiefungen verwendet. Bei den Erdarbeiten wurden etwa 5000 Kubikmeter Erde ausgehoben, von denen etwa 400 Kubikmeter als Verfüllmaterial neben den Fundamenten wiederverwendet wurden.

Innerhalb eines halben Jahres wurde der Rohbau fertiggestellt.

Bei der Feier zum Richtfest blickten die Projektbeteiligten – Vertreter von SCHOTT Pharma, Planer, Bauunternehmer und Fachpartner – gemeinsam auf die bisher geleistete Arbeit zurück. Fabian Stöcker, Leiter des Geschäftsbereichs Apothekenlösungen bei SCHOTT Pharma, betonte in seiner Rede: Die Grundsteinlegung liege fast noch nicht lange zurück, und nun könne das Projektteam bereits die Fertigstellung des Rohbaus feiern.

Wie er sagte, zeugt der Fertigstellungsgrad der Konstruktion von der Kompetenz und dem Engagement der am Projekt beteiligten Fachleute. Er betonte die Bedeutung der Entwicklung und erklärte, dass weltweit mehr als eine Milliarde Menschen an Typ-2-Diabetes oder Adipositas leiden, bei deren Behandlung innovative medikamentöse Therapien – beispielsweise mit dem Wirkstoff GLP-1 – eine immer wichtigere Rolle spielen. Für deren sichere Anwendung sind erstklassige Lösungen zur Lagerung von Arzneimitteln erforderlich, insbesondere sterile Karpulen, deren Herstellung in der neuen Anlage eine Schlüsselrolle spielen wird.

Britta Harder, Projektmanagerin von SCHOTT Pharma, erinnerte in ihrer Begrüßungsrede an die bisherigen Phasen der Bauarbeiten. Wie sie erklärte, fanden im letzten Halbjahr die Pfahlarbeiten und die Montage der vorgefertigten Bauteile statt, was eine der spektakulärsten Phasen des Projekts war. Sie bedankte sich besonders bei den Fachleuten, die auf der Baustelle arbeiten, für ihre präzise und sichere Arbeit.

Eva Szabó, Geschäftsführerin von SCHOTT Hungary Kft., betonte in ihrer Rede, dass die Fertigstellung des Rohbaus ein Meilenstein für das Projekt sei, der das Ergebnis von Ausdauer und gemeinsamem Glauben sei. Wie sie sagte, bestehe die Anlage nicht nur aus Beton und Mauern, sondern verkörpere eine zukunftsweisende Entwicklung. Sie hob auch hervor, dass die Arbeitssicherheit während der Bauarbeiten eine wichtige Rolle gespielt habe, und sie sei stolz darauf, dass die Bauarbeiten bisher unfallfrei verlaufen seien.

Komplexe Ausführung unter Reinraumbedingungen

Eine der größten fachlichen Herausforderungen des Projekts sind die extrem knappen Fristen, die sich nach den externen Maschinenlieferungen richten, sowie die Erfüllung der Reinraum-Anforderungen. Denn die neue Halle muss direkt an die bestehenden, ebenfalls als Reinraum klassifizierten Einheiten der in Betrieb befindlichen Anlage angeschlossen werden.

Zusammenarbeit zwischen Planern und Ausführenden

Über das Konzept des neuen Fabrikgebäudes sprach Sándor Ábrahám, der der Meinung ist, dass es für einen Architekten ein besonderer Moment ist, wenn die in den Entwürfen formulierten Ideen zu einem greifbaren Gebäude werden. Die Produktionshalle wurde so konzipiert, dass sie sich organisch in das bestehende Gebäude einfügt und gleichzeitig eine moderne und nachhaltige industrielle Umgebung für die Technologien der Zukunft bietet.

Die Umsetzung des Projekts wurde – wie er in seiner Rede betonte – auch durch den effizienten fachlichen Dialog mit den Mitarbeitern der zuständigen Behörden während des Genehmigungsverfahrens unterstützt.

Der Planungsprozess wurde vom IN-EX Studio koordiniert. Projektleiterin Zsóka Máté erklärte, dass während der einjährigen Planungsphase ein effizientes und gut funktionierendes Fachteam entstanden sei. Die Richtfestfeier ist ein Fest zur Fertigstellung des Bauwerks, bei dem die Konstrukteure und die Bauunternehmer, die die Pläne in ein reales Gebäude umgesetzt haben, eine herausragende Rolle spielten.

Besonderes Augenmerk wird auf Energieeffizienz gelegt – auch Abwärme wird genutzt

Energieeffizienz spielt bei diesem Projekt ebenfalls eine wichtige Rolle. Das Energieüberwachungssystem des Gebäudes optimiert den Energieverbrauch der Anlage, während die bei den technologischen Prozessen entstehende Abwärme durch Wärmerückgewinnungssysteme genutzt wird.

Vorbildliche Zusammenarbeit auf Konzernebene

Im Namen von STRABAG erinnerte Etl Imre daran, dass die Tradition der Richtfestfeier bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht und den Moment markiert, in dem das Gebäude seinen höchsten Punkt erreicht. Wie er sagte, ist das aktuelle Ereignis für sie nicht nur ein Meilenstein im Bauwesen, sondern auch ein Fest der Partnerschaft. Für den Erfolg eines Investitionsvorhabens dieser Größenordnung ist sowohl die Arbeit der Fachleute hinter den Zeichentischen als auch die Arbeit der Bauarbeiter erforderlich, die Tag für Tag bei Hitze, Schnee, Wind und Regen auf der Baustelle im Einsatz sind.

Eine Besonderheit des Projekts ist die enge Zusammenarbeit der Konzerngesellschaften STRABAG. Die gemeinsame Planungsarbeit ermöglichte bereits in einer frühen Phase des Projekts die Auswahl technischer Lösungen, die wirtschaftlich, kosteneffizient und schnell umsetzbar sind. Eine flexible Tagesplanung stellt sicher, dass die Umsetzung dem aktuellen Fortschritt des Projekts entspricht.

Partnerschaft und gemeinsame Leistung

An der Umsetzung sind mehrere heimische Unternehmen beteiligt. Die Firma Metál Hungária Zrt. ist an den Dachdeckungsarbeiten beteiligt. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Balázs Heckenast, betonte, dass die Richtfestfeier für seine Mitarbeiter ein Zeichen dafür sei, dass das Gebäude bald fertiggestellt sein werde. Als Unternehmen aus Szombathely sei es für sie besonders wichtig, an der Umsetzung eines bedeutenden Industrieprojekts im Inland beteiligt zu sein.

An den Gebäudetechnikarbeiten sind die Gebäudetechnikspezialisten von Kozma Kft. beteiligt. Der Vertreter des Unternehmens, Tibor Kozma, erklärte, dass sein Unternehmen seit mehr als dreißig Jahren an den technischen Anlagen von Industrieanlagen arbeitet. Bei der Ausführung der Arbeiten wird besonderes Augenmerk auf die Arbeitssicherheit gelegt. István Debreczeni-Mór, Geschäftsführer von Global Production Kft., erklärte, dass sein Unternehmen seit 2017 STRABAG unterstützt und sich unerschütterlich für die Sicherheit einsetzt.

Er fügte hinzu: Die größte Freude für einen Arbeitsschutzfachmann ist es, wenn er mit seinen Partnern an einem gemeinsamen Ziel arbeiten kann, nämlich dass wir alle am Ende des Arbeitstages nach Hause zu ihren Familien schicken können.

Die Fabrikhalle könnte nächstes Jahr übergeben werden

Die Feierlichkeiten wurden mit einem gemeinsamen Mittagessen der Teilnehmer abgeschlossen. Krisztián Kiss, der für das Projekt STRABAG verantwortliche technische Leiter, betonte in seiner Abschlussrede, dass die aktuelle Veranstaltung den erfolgreichen Abschluss der Konstruktion markiere und einen weiteren Schritt in Richtung der Realisierung einer modernen, hochtechnologischen Produktionskapazität darstelle.
Die Übergabe der Anlage – zusammen mit den erforderlichen Zertifizierungen und der Nutzungsgenehmigung – wird für die zweite Hälfte des Jahres 2027 erwartet.

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