Straßenbau
Ausbau der M1: Die 44 Jahre alten Brücken werden abgerissen, während der Verkehr auf die bereits fertiggestellte Fahrbahnseite umgeleitet wird
Der Ausbau der M1 nähert sich einer weiteren spektakulären Etappe: Während bereits mit der Abriss der alten Bauwerke bereits begonnen hat, erhält im Herbst auch der Umbau der Bahnanlage im Herbst neuen Schwung. Die Details wurden von MKIF Magyar Koncessziós Infrastruktúra Fejlesztő Zrt. in einem Facebook-Beitrag bekannt gegeben.
Die Abbrucharbeiten an den alten Überführungen im Raum Nagyegyháza haben begonnen. Die 44 Jahre alte, 47,4 Meter lange Überführung, deren Brückenteil in Richtung Budapest führt, wurde in sechs Teile zersägt und in Elementen von jeweils etwa 43–44 Tonnen mit einem Kran herausgehoben. Beim Abbruch kam die Diamantdraht-Schneidetechnik zum Einsatz.
Zuerst wird der Verkehr umgeleitet, dann wird die Fahrbahn wieder freigegeben
Nach Angaben von MKIF beginnt in diesem Herbst eine neue Bauphase: In mehreren Abschnitten wird der Verkehr sowohl in Richtung Hauptstadt als auch in Richtung Győr auf die bereits verbreiterte Fahrbahnseite in Richtung Budapest verlegt. Somit stehen weiterhin jeweils zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung zur Verfügung, wobei die beiden Fahrtrichtungen durch Betonelemente voneinander getrennt sind.
Parallel dazu beginnt der Rückbau der Gleisseite in Richtung Győr. Der bestehende Gleisunterbau wird bis zu einer Tiefe von etwa 100–120 Zentimetern abgetragen und anschließend mit einem neuen Unterbau wieder aufgebaut.
Auf der neuen Fahrbahn wird eine 32 Zentimeter dicke Asphaltdecke verlegt, die eineinhalb Mal dicker ist als die bisherige.
Unter dem Belag wird zudem keine hydraulisch gebundene Tragschicht verlegt, sondern eine Tragschicht aus Schotter mit kontinuierlicher Korngrößenverteilung. Diese Bauweise führt zu einer sogenannten flexiblen Fahrbahnkonstruktion, die laut dem Entwickler eine hochbelastbare und langfristig widerstandsfähigere Fahrbahn ermöglicht.
Auch während der Erweiterung bleibt die 2×2-Spur erhalten
Einer der wichtigsten Aspekte beim Ausbau der M1 ist, dass der Verkehr in Richtung Budapest und Győr während der gesamten Bauzeit auf jeweils zwei Fahrspuren aufrechterhalten bleibt.
Dies geschieht natürlich unter Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen, wobei sich die Verkehrsführung im Laufe der einzelnen Bauphasen ändert. Daher spielen die Verkehrstechnik und die präzise Abstimmung der einzelnen Arbeitsabläufe während der Bauarbeiten eine herausragende Rolle.
Ein Großteil der Arbeiten wird, soweit dies möglich ist, von den Servicewegen neben der Strecke und von den Baustellen aus durchgeführt. Die Betriebsaufgaben werden nach Möglichkeit auf die Nachtstunden mit geringerem Verkehrsaufkommen verlegt, damit der Verkehr auf der Hauptstrecke durch die Bauarbeiten so wenig wie möglich beeinträchtigt wird.
72 Kunstwerke müssen umgebaut werden
Der Ausbau der M1 betrifft insgesamt einen Abschnitt von etwa 78 Kilometern. Im Rahmen des Bauvorhabens werden 72 bestehende Unter- und Überführungen umgebaut, da der neue, breitere Fahrbahnquerschnitt unter oder über den derzeitigen Bauwerken keinen Platz finden würde.
Im Rahmen der Entwicklung:
- 11 bestehende Knotenpunkte werden modernisiert;
- Es werden 4 neue Knotenpunkte auf getrennten Ebenen errichtet;
- 6 komplexe Erholungsanlagen werden komplett umgebaut, während die übrigen Raststätten erweitert und modernisiert werden;
- Über 300 neue Lkw-Parkplätze wird errichtet;
- Es sind auch familienfreundliche Maßnahmen zur Verbesserung der Erholungsorte in Planung;
- 2 Ingenieurstandorte – In Bicske und Komárom – werden die Anlagen erweitert und modernisiert;
- 7 Unterknoten auf dieser Ebene zu einem Kreisverkehr umgestalten;
- Es werden moderne Entwässerungs- und Wasserspeichersysteme errichtet.
Auch der Lärmschutz erfährt eine erhebliche Veränderung: Im neuen System werden sowohl die Länge als auch die Höhe der Lärmschutzwände zunehmen. Auf einem Abschnitt, der neunmal länger ist als der derzeitige, und auf einer insgesamt zwölfmal größeren Fläche werden Lärmschutzwände errichtet.
Der Investor MKIF hat separat im Zusammenhang mit der Erweiterung der M1 Informationswebsite eingerichtet. Auf dieser Seite sind aktuelle Verkehrsinformationen in 13 Sprachen verfügbar, darunter Einschränkungen an Knotenpunkten und Raststätten, die Darstellung der Verkehrsführung auf Karten sowie Angaben zu Notfall-Haltebuchten.
Quelle: Link
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