Entwicklung der Eisenbahn

Entlang der weltweit wichtigsten Kupfer- und Kobaltminen modernisiert Mota-Engil eine tausend Kilometer lange Eisenbahnstrecke

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Fotos: lobitoatlantic.com, Mota-Engil
Die Demokratische Republik Kongo hat mit Mota-Engil Africa einen 30-jährigen Konzessionsvertrag über den Ausbau der Eisenbahnstrecke zwischen Dilolo und Sakania geschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung wird das Bauunternehmen die rund 1004,5 Kilometer lange Strecke modernisieren, betreiben und instand halten. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 1,258 Milliarden Dollar.

In Kinshasa wurde in Anwesenheit des kongolesischen Präsidenten Félix Tshisekedi und des angolanischen Präsidenten João Lourenço der Eisenbahn-Konzessionsvertrag für den kongolesischen Abschnitt des Lobito-Korridors unterzeichnet. Das Projekt ist eines der bedeutendsten grenzüberschreitenden Verkehrsinfrastrukturvorhaben der Region. Der Bergbau in der Demokratischen Republik Kongo spielt eine Schlüsselrolle bei der weltweiten Versorgung mit mineralischen Rohstoffen. Mit ihren bedeutenden Kupfervorkommen und besonders reichen Kobaltvorkommen liefert das Land unverzichtbare Rohstoffe für die Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge und für den Betrieb zahlreicher anderer Technologiebranchen.

 

Foto: Mota-Engil 

Die Eisenbahn verbindet wichtige Bergbau- und Industriezentren miteinander

Die Strecke Dilolo–Sakania führt von Dilolo über Kolwezin, Tenké und Lubumbashi bis nach Sakania. Die Eisenbahnstrecke durchquert auch die im Südosten der Demokratischen Republik Kongo gelegenen, an Kupfer und Kobalt reichen Bergbaugebiete und schließt sich bei Dilolo an das angolanische Eisenbahnnetz an. Letzteres gewährleistet eine Verbindung bis zum Hafen von Lobito.

 

Quelle: lobitocorridor.org

 

Die Aufgabe von Mota-Engil Africa besteht in der Erstellung der für das Investitionsvorhaben erforderlichen Studien sowie in der Sanierung, Modernisierung und dem Ausbau der Eisenbahninfrastruktur. Das Unternehmen ist während der dreißigjährigen Konzessionsdauer auch für den Betrieb und die Instandhaltung der Strecke verantwortlich.

Laut einer Mitteilung des kongolesischen Präsidialamtes Mitteilung des kongolesischen Präsidialamtes zufolge trägt die Konzessionsgesellschaft die Finanzierungs- und Absatzrisiken des Projekts. Der kongolesische Staat gewährt für das Projekt keine staatlichen Garantien, Betriebszuschüsse oder Mindesteinnahmegarantien.

Der kongolesische Staat erhält eine Beteiligung sowie eine umsatzabhängige Gebühr

Gemäß der Vereinbarung erwirbt der kongolesische Staat eine Beteiligung von mindestens 10 Prozent an der für die Umsetzung des Projekts zuständigen Gesellschaft und erhält eine Vertretung in deren Leitungsgremien. Dem Staat steht eine Konzessionsgebühr in Höhe von 7,5 Prozent des jährlichen Bruttoumsatzes des Projekts zu. Nach Ablauf der dreißigjährigen Betriebsdauer wird die ausgebaute Eisenbahninfrastruktur gemäß den im Vertrag festgelegten Bedingungen an den kongolesischen Staat übergeben.

Der kongolesische Präsident Félix Tshisekedi betonte: Die Vereinbarung bedeute weder eine Privatisierung der Kongolesischen Staatsbahn (Société Nationale des Chemins de Fer du Congo, SNCC) noch die Schaffung eines Eisenbahnmonopols. Die SNCC behält ihr ausschließliches Recht auf Personenbeförderung und kann auch künftig Güterbeförderung betreiben.

 

Dem Korridor soll eine größere Rolle beim Rohstofftransport zukommen

Nach Ansicht des kongolesischen Präsidenten darf sich der Lobito-Korridor nicht auf den Abtransport der Bodenschätze des Landes beschränken.

„Wir wollen nicht einfach nur einen Korridor für den Transport von Rohstoffen, sondern einen Korridor für Produktion, Verarbeitung und Wertschöpfung“, erklärte Félix Tshisekedi.

Entsprechend würden auf dieser Eisenbahnstrecke nicht nur mineralische Rohstoffe transportiert. Den Plänen zufolge soll die Infrastruktur auch für den Transport von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, industriellen Rohstoffen, Erdölprodukten und Konsumgütern sowie für den Personenverkehr genutzt werden.

Mit dem Projekt könnte auch eine US-Finanzierung in Höhe von einer Milliarde Dollar verbunden sein

Die Internationale Entwicklungsfinanzierungsgesellschaft der Vereinigten Staaten (DFC) unterzeichnete im Dezember 2025 eine Absichtserklärung zur Finanzierung des Projekts Mota-Engillel. Auf dieser Grundlage könnten – vorbehaltlich der erforderlichen Prüfungen und Genehmigungen – bis zu einer Milliarde US-Dollar für die Sanierung und den Betrieb der kongolesischen Eisenbahnstrecke bereitgestellt werden. Das Projekt steht auch im Zusammenhang mit der strategischen Partnerschaft zwischen der Demokratischen Republik Kongo und den Vereinigten Staaten, die neben der wirtschaftlichen Zusammenarbeit auch die Bereiche kritische mineralische Rohstoffe, Infrastrukturentwicklung und Sicherheit umfasst.

 

Foto: lobitoatlantic.com

Das Modell Mota-Engil ist auf beiden Seiten der Grenze vertreten

Die aktuelle Konzession stärkt zudem die Rolle des Bauunternehmens im Eisenbahnnetz des Lobito-Korridors. Mota-Engil ist bereits Mitglied des Konsortiums „Lobito Atlantic Railway“, an dem Trafigura und Vecturis beteiligt sind und das auf angolanischer Seite die Eisenbahnstrecke betreibt, die den Hafen von Lobito mit Luau an der Ostgrenze des Landes verbindet.
Mit dem Ausbau der Strecke Dilolo–Sakania ist Mota-Engil nun auf beiden Seiten der angolanisch-kongolesischen Grenze am Betrieb der Eisenbahninfrastruktur des Lobito-Korridors beteiligt.

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