Was wird gebaut?

Die Entwicklung von Rákosrendező ist in eine neue Phase getreten: Die Planungsphase beginnt

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Foto: Gábor Ancsin/ kepszerk.hu (budapest.hu)
Die Teilnahmephase an einem der größten städtebaulichen Planungswettbewerbe der Hauptstadt ist abgeschlossen, die Planung eines nachhaltigen Stadtviertels kann beginnen.

Laut den Informationen im EU-Amtsblatt für öffentliche Aufträge hat die Stadtverwaltung von Budapest auf Anfrage die internationale Architekturwettbewerb Budapest Főváros Vagyonkezelő Központ Zrt. (BFVK Zrt.) für die Umsetzung eines komplexen Stadtentwicklungsprojekts zur Beseitigung der Rostzone in Rákosrendező ausgeschrieben.

Die Stadtverwaltung von Budapest hat durch den Erwerb der BKM Budapesti Közművek Nonprofit Zrt. ein 86 Hektar großes Grundstück in hervorragender Lage im Bereich des Bahnhofs Rákosrendező erworben. Das Ziel der Hauptstadt ist es, auf diesem Brachgelände ein modernes, grünes und sozial nachhaltiges Stadtviertel zu schaffen.

Das Projekt zielt darauf ab, einen Stadtteil mit parkähnlichen öffentlichen Flächen und modernen Wohngebäuden zu schaffen, der Wohnraum, Arbeitsplätze und kommunale Dienstleistungen vereint.

Ziel und Inhalt des Masterplans

Grundlage des Projekts ist der Masterplan, also ein umfassendes städtebauliches Dokument, das die konzeptionellen Leitlinien, Funktionen und die Anordnung der Entwicklung des Gebiets festlegt. Bei der Planung müssen architektonische, verkehrstechnische, versorgungstechnische, grüne, wirtschaftliche und Nachhaltigkeitsaspekte gleichermaßen berücksichtigt werden.

Das Ziel des Masterplans ist es, langfristig ein harmonisches Verhältnis zwischen bebauter und natürlicher Umgebung zu gewährleisten und Vorschläge für Wohn-, Gemeinschafts- und Verkehrsfunktionen zu unterbreiten.

Die wichtigsten Parameter der Entwicklung

Die Gesamtfläche des Planungsgebiets beträgt 244 Hektar, davon sind 149 Hektar das eigentliche Entwicklungsgebiet, das vollständig als Brachfläche eingestuft ist. Davon werden 50 bis 60 Hektar zu einem vorwiegend aus Wohngebäuden bestehenden Stadtteilzentrum umgestaltet, in dem auch öffentliche Einrichtungen sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen Platz finden werden.

Ein Schlüsselelement des Projekts ist die Schaffung eines mindestens 25 Hektar großen zusammenhängenden Stadtparks, der durch die Rekultivierung ehemaliger Eisenbahnanlagen und die naturnahe Renaturierung des Rákos-Baches realisiert wird.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Anbindung an das Hauptradwegenetz von Budapest und die Planung des intermodalen Verkehrsknotenpunkts Rákosrendező, der künftig täglich 20.000 Fahrgäste bedienen kann.

Verfahren und Fristen für die Einreichung von Anträgen

Wie wir bereits bereits berichtet, begann die Teilnahmephase des Masterplan-Wettbewerbs für Rákosrendező am 26. September 2025, die Frist für die Einreichung der Unterlagen war der 4. November 2025.

Der Beginn der Planungsphase ist für den 18. November 2025 vorgesehen, anschließend findet am 28. November eine Besichtigung vor Ort statt. Die Frist für die Einreichung der Entwürfe endet am 10. Februar 2026, die Bekanntgabe der Ergebnisse erfolgt am 31. März 2026.

Die Teilnahmephase war offen, von den eingegangenen Bewerbungen werden maximal 16 Designerteams zur zweiten Phase, der Ausschreibung, eingeladen.

Fachjury und Preisverleihung

Die eingereichten Arbeiten werden von einer renommierten Fachjury bewertet, zu deren Mitgliedern unter anderem gehören:

  • Gergely Karácsony, Bürgermeister von Budapest – Präsident
  • Dávid Vitézy, Vorsitzender des Ausschusses für Klimaschutz, Verkehr und Stadtentwicklung der Generalversammlung der Hauptstadt – Co-Vorsitzender
  • Lánszki Regő, nationaler Chefarchitekt
  • Zoltán Erő, Chefarchitekt von Budapest

Der Gesamtwert der Ausschreibung beträgt 18 Millionen Forint.

Nachhaltigkeit und Zukunftsvision

Die Entwicklung des Stadtteils Rákosrendező ist nicht nur architektonisch, sondern auch ökologisch und sozial von Bedeutung. Das Projekt legt besonderen Wert auf Klimaschutz, Stadtökologie, Regenwassermanagement und Energieeffizienz.

Das Ziel ist es, aus diesem Gebiet einen grünen, lebenswerten und zukunftsfähigen Stadtteil zu schaffen, der als Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung dienen kann.

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