Was wird gebaut?

Das Bürogebäude im achten Bezirk legt seine alte Funktion ab und wird zu einem Studentenwohnheim umgebaut.

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Foto: Google Maps
Es handelt sich nicht um einen Neubau, sondern um eine Modernisierung des bestehenden Gebäudes, wobei durch gezielte Maßnahmen ein zeitgemäßes Studentenwohnheim entstehen soll.

Derselbe Raum, andere Funktion – so könnte man einfach beschreiben, was eine Retrofit-Umgestaltung bei einem Gebäude bedeutet. Budapest hat keinen Mangel an Gebäuden, die ihren ursprünglichen Zweck verloren haben, ihre frühere Funktion abgelegt haben und nur darauf warten, dass jemand ihnen eine neue Bedeutung gibt.

Vielleicht kommt hier das ins Spiel, was wir heute als Nachhaltigkeit bezeichnen. Retrofit bedeutet nämlich nicht eine willkürlich durchgeführte Renovierung, sondern eine durchdachte, zeitgemäße Umgestaltung mit langlebigen Materialien und modernen Lösungen – und das alles möglichst kostengünstig. Man könnte auch sagen, dass alte, aber renovierte Gebäude die Zukunft sind.

Dies könnte auch mit der Immobilie geschehen, die sich im Besitz der Károli Gáspár Universität befindet und in der Szigetvári utca im achten Bezirk liegt, gemäß der öffentliche Ausschreibung.

Das Gebäude, das früher als Bürogebäude und Gesundheitseinrichtung genutzt wurde, könnte für die Studenten der Universität als Wohnheim eine neue Bestimmung finden.

Die Ausführungsarbeiten können von Nostra Casa Kft. im Wert von fast 289 Millionen Forint durchgeführt werden.

Durchdachte Umgestaltung und Modernisierung

Im Rahmen des genannten Projekts würde eine in den 1990er Jahren erbaute Immobilie umgebaut werden, um den Studenten der Károli Gáspár Református Egyetem moderne Unterkünfte zu bieten. Die gesamte Nettofläche des Gebäudes beträgt ca. 2500 m², es ist in Keller, Erdgeschoss und fünf Stockwerke unterteilt, hat ein hohes Dach und ist in geschlossener Bauweise errichtet.

Bei der Umgestaltung stehen Kosteneffizienz und die maximale Wiederverwendung bestehender Strukturen im Vordergrund. Dementsprechend basieren die technischen Lösungen nicht auf einem Abriss, sondern auf einer durchdachten Umgestaltung und Modernisierung.

Architektonische Umgestaltungen: räumliche Voraussetzungen für die Funktion des Wohnheims

Das Ziel der baulichen Maßnahmen ist es, die bestehenden Innenräume für die Unterbringung von Studentenwohnheimen geeignet zu machen und dabei die nutzbaren Elemente zu erhalten. Dazu gehören unter anderem:

  • Teilweise Demontage und Wiederaufbau bestehender Gipskartonwände, Zwischendecken und Verkleidungen,
  • Einbau neuer Trennwände und Zwischendecken,
  • Umbau von Türöffnungen, Einbau neuer Innentüren und Brandschutztüren,
  • Modernisierung der Verkleidungen und Isolierungen von Sanitäranlagen,
  • die Erhaltung, Reinigung und Renovierung eines Großteils der vorhandenen Warm- und Kaltbeläge.

Maschinentechnische Modernisierung: Komfort und Betriebssicherheit

Die Funktionsänderung erfordert umfangreiche bautechnische Umbauten. Die Arbeiten umfassen die Umgestaltung bzw. teilweise Erneuerung der Trinkwasser-, Abwasser-, Heizungs- und Kühlsysteme. Dabei werden:

  • Es werden neue Wasser- und Abwassernetze mit modernen Kunststoffrohrsystemen gebaut.,
  • Reinigung und Umstellung bestehender Gebläsekonvektoren sowie Einbau neuer Geräte,
  • Es werden moderne Heizkörper und Thermostate eingebaut.,
  • Es wird ein neues Belüftungs- und Absaugsystem mit Brandschutzklappen und regulierbaren Luftmengen installiert.

Elektrische und Schwachstromsysteme: Sicherheit und moderner Betrieb

Das elektrische System wird fast komplett erneuert. Nach dem Abbau werden ein neues Leitungsnetz, Armaturen, Beleuchtungssysteme und Sicherheitsvorrichtungen installiert. Im Rahmen des Projekts werden folgende Arbeiten durchgeführt:

  • neue Stark- und Schwachstromverkabelung,
  • moderne, energiesparende LED-Beleuchtung und Notbeleuchtung,
  • Einbau von Präsenzmeldern,
  • Aufbau eines IT- und strukturierten Netzwerks,
  • Erweiterung und Modernisierung des Brandmeldesystems,
  • Installation von Blitzschutz- und Berührungsschutzsystemen.

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