Straßenbau

Die wichtigste Autobahn Tschechiens wurde drei Monate vor dem Termin fertiggestellt

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Fotos: STRABAG Česko / Facebook
Mitte Dezember wurde der letzte Abschnitt der tschechischen Autobahn D1 zwischen Říkovice und Přerov in Betrieb genommen, der von STRABAG Česko größtenteils aus EU-Mitteln finanziert wurde.

Der Abschnitt Říkovice – Přerov der tschechischen Autobahn D1 wurde eröffnet – zu lesen unter STRABAG Česko offiziell Facebook-Seite. Laut einem Beitrag vom 19. Dezember begannen die Arbeiten an dem Projekt zur Fertigstellung des fehlenden Autobahnabschnitts fast auf den Tag genau vor drei Jahren.

Durch diese Investition wurde die längste und bekannteste Autobahn des Landes fertiggestellt, die eine Schlüsselrolle für die Straßenverbindung zwischen Prag, Brünn und Ostrava spielt.

Brücken, Lärmschutzwände und komplexe technische Lösungen

Im Rahmen des Projekts wurden eine Brücke über den Fluss Bečva, die Verbindung Přerov–Olomouc, eine 900 Meter lange lokale Straße sowie der betroffene Bereich der Deponie des Werks Precheza gebaut. Im Rahmen der Bauarbeiten wurden insgesamt 10 Autobahnbrücken und 2 Rampenbrücken, 3 ebenerdige Kreuzungen sowie eine etwa 4 Kilometer lange Lärmschutzwand errichtet.

Einer der komplexesten Teile des Projekts war die 940 Meter lange Brücke bei Dluhonice, die die Autobahn über den Fluss Bečva, das Chemiewerk Precheza und die Eisenbahnstrecke Olomouc–Přerov führt.

Fotos: STRABAG Česko / Facebook

Frühere Übergabe, EU-Finanzierung

Nach Angaben des tschechischen Verkehrsministeriums wurde der letzte Abschnitt der wichtigsten Autobahn des Landes in drei Jahren gebaut und konnte drei Monate früher als ursprünglich geplant für den Verkehr freigegeben werden. Die Kosten für den Bau beliefen sich inflationsbereinigt auf 7,9 Milliarden tschechische Kronen ohne Mehrwertsteuer, wobei ein erheblicher Teil davon von der Europäischen Union übernommen wurde.

Verkehrsminister Ivan Bednárik betonte, dass die neue Strecke die Stadt Přerov erheblich entlasten und gleichzeitig den Verkehr auf der Autobahn D46 reduzieren werde.

Spezielle Fundamente und moderne Technologien

Die größte Herausforderung beim Brückenbau war die Fundamentierung der Überführung, da das Gebiet komplexe geologische Gegebenheiten aufweist und zudem in unmittelbarer Nähe zu einem Chemiewerk liegt. Der langfristige Schutz der Pfeiler wurde durch spezielle technische Lösungen gewährleistet. Für den Bau wurden rund 8.500 Tonnen Stahl verwendet.

Im Rahmen der Arbeiten wurde lärmarmer Asphalt verlegt und für die Aufschüttungen wurden 3,25 Millionen Kubikmeter Erde bewegt.

Umweltschutz und Entlastung der Städte

Bei der Investition wurde auch den Umweltaspekten besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die hohen Dämme dienen auch dem Hochwasserschutz, falls der Fluss Bečva über die Ufer treten sollte. Außerdem wurden drei Froschbrücken gebaut.

Laut Radek Mátl, Generaldirektor der ŘSD, wird die Übergabe des Abschnitts D1 in Přerov zu einer Verringerung des Lkw-Verkehrs um etwa 70 Prozent führen, was eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität und Verkehrssicherheit in der Stadt mit sich bringen wird.

Eine mehr als ein halbes Jahrhundert währende Geschichte ist zu Ende gegangen

Die Geschichte der Autobahn D1 reicht bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurück: Eines der ersten Bauwerke, die Šmejkalka-Brücke, wurde bereits 1939 fertiggestellt. Der Grundstein für den ersten Abschnitt zwischen Prag und Mirošovice wurde jedoch erst 1967 gelegt, und die Strecke wurde 1971 eröffnet.

Die Autobahn zwischen Prag und Brünn wurde 1980 fertiggestellt und zwischen 2013 und 2021 komplett modernisiert. Der nun übergebene Abschnitt bildet den Abschluss der jahrzehntelangen Bauarbeiten an der D1.

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