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Zoltán Tóth, Experte für Digitalisierung und Innovation bei STRABAG – Der Schlüssel zur Effizienz liegt darin, dass wir uns trauen, uns zu verändern!

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Fotos: magyarepitok.hu / Mihály Nagy
Bei STRABAG glaubt man, dass die Digitalisierung keine plötzliche Laune ist, sondern ein bewusster, schrittweiser Prozess, dessen Schlüssel die Offenheit der Menschen und der Wille zur Veränderung sind. Zoltán Tóth, Experte für Digitalisierung und Innovation in Südosteuropa, stellte auf der Konferenz Portfolio Future of Construction 2025 vor, wie die drei Faktoren Technologie, Wissensaustausch und Unternehmenskultur zu einem Motor für Effizienz in der Bauindustrie werden können.

Die Digitalisierung und Effizienzsteigerung in der Bauindustrie ist kein Sprint, sondern ein Marathon, der langfristige Ausdauer erfordert. Auf diesem Weg stellt sich natürlich die Frage, warum wir uns darauf eingelassen haben, und es kommen Zweifel auf, die sich jedoch mit dem Erreichen des Ziels in einem anderen Licht zeigen, sagte Zoltán Tóth in der Einleitung seines Vortrags. Der für Digitalisierung und Innovation zuständige Vertreter der südosteuropäischen Einheit von STRABAG betonte auf der Konferenz Portfolio Future of Construction 2025, dass Effizienz den Willen zur Veränderung voraussetzt.

Foto: magyarepitok.hu / Mihály Nagy

Entwicklungszentrum und internes Expertennetzwerk unterstützen die Erreichung der Ziele

Anschließend stellte der Referent kurz den vor vier bis fünf Jahren begonnenen Prozess vor, der bei STRABAG mit der Einrichtung eines Entwicklungszentrums auf Gruppenebene begann. Hier wurden die Strategien ausgearbeitet, zu denen innerhalb des Konzerns ein Expertennetzwerk aufgebaut wurde. Das Entwicklungszentrum von STRABAG unterstützt den Wissensaustausch durch international operierende Netzwerke, an denen Vertreter der einzelnen Branchen und Regionen aktiv beteiligt sind.

Branchen- und regionale Kooperationen durchziehen die Unternehmensgruppe

Zoltán Tóth arbeitet in der Region Südosteuropa, wo wöchentliche Besprechungen mit lokalen Experten für Digitalisierung und Innovation stattfinden. Im Mittelpunkt stehen Nachhaltigkeit, die Methoden BIM und LEAN sowie die digitale Umstellung analoger Systeme.
Der Ansatz LEAN ist ein zentraler Bestandteil des kulturellen Wandels im Unternehmen, der die Vereinfachung, Integration und Transparenz von Prozessen fördert. Der Einsatz dieser Technologien erhöht die Effizienz der Projekte und die Sicherheit der Arbeitsbereiche sowie der am Bau beteiligten Parteien erheblich.

Durch die Zusammenarbeit auf Branchen- und Regionalebene wird ein vertikaler und horizontaler Informationsfluss innerhalb des Unternehmens realisiert, sodass die gesamte Unternehmensgruppe eine einheitliche Richtung einschlagen kann.

Es ist eine große Unterstützung, dass die Experten bereits bei der ersten Projektstartbesprechung in die Arbeit einbezogen werden und diese bis zum Abschluss begleiten.

Innovation, Ausbildung und Kulturwandel Hand in Hand

Laut Zoltán Tóth ist Innovation heute eine Grundvoraussetzung in der Bauindustrie. Deshalb legt STRABAG besonderen Wert auf Kooperationen mit Start-ups, Forschung und Entwicklung sowie die Weiterbildung der Mitarbeiter. In Südosteuropa wurde in Ungarn als erstes ein Bildungszentrum eingerichtet, in dem Arbeiter auf der Grundlage digitaler und technologischer Kenntnisse geschult werden. Dies könnte der Aufbau neuer Einheiten in der Region folgen. Das Ziel des Unternehmens ist es, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft auch in der Praxis zu fördern. Dabei ist die Digitalisierung eine große Hilfe.

Effizientes und nachhaltiges Baumanagement spielt bei der Arbeitsweise von STRABAG eine wichtige Rolle. Der Schwerpunkt liegt auf der Verwendung umweltfreundlicher und nachhaltiger Baumaterialien, die nicht nur zur Reduzierung der CO2-Belastung beitragen, sondern auch ressourcenschonend sind.

Eine wichtige Rolle in den Prozessen – sei es bei den Nachhaltigkeitsbemühungen oder bei der Digitalisierung – spielt die klare Definition von Messpunkten, mit deren Hilfe die Entwicklung verfolgt werden kann.

Robotik und künstliche Intelligenz in der Praxis

Das Entwicklungszentrum STRABAG untersucht kontinuierlich die Möglichkeiten der praktischen Anwendung neuer Technologien. Zoltán Tóth nannte als Beispiel ein KI-basiertes Kamerasystem, das erkennen kann, wenn sich jemand in die Gefahrenzone von Schwermaschinen begibt, und die Maschine sofort abschaltet, um Unfälle zu verhindern. Darüber hinaus gibt es eine Robotik-Arbeitsgruppe, die in verschiedenen Pilotprojekten neue Lösungen – beispielsweise Markierungsroboter – testet.

Die internationale Sammlung von Rückmeldungen stellt sicher, dass die Entwicklungen auf realen Erfahrungen basieren.

Das Ziel ist es, die Prozesse im digitalen Raum zu realisieren und damit die Ausführungs- und Steuerungsschritte zu beschleunigen und transparenter zu gestalten. Das Unternehmen führt jährlich auch Reifegradmessungen in den Organisationen durch.

Mit Marathon-Mentalität für die Zukunft der Bauindustrie

Zum Abschluss seines Vortrags betonte Zoltán Tóth erneut: Die Digitalisierung ist kein Projekt, sondern ein kontinuierlicher Lern- und Anpassungsprozess. Das Ziel von STRABAG ist es, durch die Verbindung von technologischen Entwicklungen, menschlichem Wissen und Unternehmenskultur eine effiziente und nachhaltige Bauindustrie der Zukunft aufzubauen. „Das ist ein Marathon, kein Sprint – aber mit jedem Schritt kommen wir unserem Ziel näher.”

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