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Die Zahl der Baugenehmigungen ist sprunghaft angestiegen – bereits sind Anzeichen für eine Belebung des Wohnungsmarktes zu erkennen.

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Illustration, magyarepitok.hu
Laut der Bewertung von Mapei Kft. deuten die neuesten statistischen Daten bereits auf einen eindeutigen Wendepunkt auf dem heimischen Wohnungsmarkt hin. Während die Zahl der übergebenen Wohnungen noch die Entscheidungen der früheren, zurückhaltenderen Investitionsphase widerspiegelt, lässt der sprunghafte Anstieg der Baugenehmigungen den Beginn eines neuen Zyklus erwarten.

Laut dem aktuellen Schnellbericht des Zentralamts für Statistik (KSH) wurden 2025 insgesamt 12.062 neue Wohnungen in Ungarn gebaut, was einem Rückgang von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Parallel dazu stieg jedoch die Zahl der Baugenehmigungen und einfachen Anmeldungen auf 28.081, was einem Anstieg von 37 Prozent gegenüber 2024 entspricht.

Nach Angaben des Unternehmens spiegelt das deutliche Wachstum bereits die belebende Wirkung der staatlichen Förderungen für den Kauf und die Renovierung von Wohnraum wider. Diese Programme wirken sich vor allem positiv auf den Markt für private Bauvorhaben und Wohnungsrenovierungen aus, was sich auch in den Bauvolumina der kommenden Jahre niederschlagen dürfte.

„In den letzten Jahren wurden in der Regel 8.000 bis 10.000 Wohnungen pro Jahr genehmigt, jetzt sehen wir jedoch ein Vielfaches der üblichen Menge. Für dieses Jahr rechnen wir mit mindestens einer Verdopplung der Zahl der neu genehmigten Wohnungen”, sagte Szabolcs Stamler, Vertriebsleiter von Mapei Kft..

Immobilienentwickler werden wieder aktiv

Nach Angaben des Statistischen Amtes Ungarns (KSH) wurden 64 Prozent der neuen Wohnungen von Unternehmen gebaut, was einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Bewertung von Mapei deutet darauf hin, dass die Immobilienentwicklungsprojekte wieder anziehen: Mehrere große Wohnungsbauunternehmen planen den Bau von mehreren Tausend Wohnungen, insbesondere in Stadtteilen, die von der Umgestaltung ehemaliger Industriegebiete betroffen sind.

Das Unternehmen betont: Neben dem Wohnungsbau könnte auch der Markt für Wohnungsrenovierungen einen Aufschwung erleben. Sowohl die Förderbedingungen als auch die Anforderungen an die Energieeffizienz könnten private Investitionen ankurbeln.

Stabilisierendes, moderat wachsendes Marktumfeld

Mapei Kft. rechnet mit einem sich bis 2026 stabilisierenden Marktumfeld mit moderatem Wachstum und prognostiziert für die Branche ein Wachstum von 3 bis 3,5 Prozent. Grundlage für diese Erwartungen sind die 2025 eingeführten Förderungen sowie der deutliche Anstieg der Baugenehmigungen, deren Auswirkungen sich 2026–2027 auch in den Bauvolumina niederschlagen könnten.

Das Unternehmen rechnet jedoch nicht mit einer schnellen Erholung, da die derzeitige Marktstruktur eher auf eine allmähliche Stabilisierung hindeutet.

„Die größte Herausforderung besteht derzeit darin, dass die Kosten bei stagnierendem Umsatz steigen, während der Wettbewerb die Preise nach unten drückt und die Unternehmen ihre Kostensteigerungen nicht vollständig in ihren Preisen durchsetzen können. Dies führt zu sinkenden Margen und Gewinnrückgängen. Subventionen und eine allmählich steigende Nachfrage könnten jedoch die Grundlage für ein stabileres Wachstum bilden”, sagte Szabolcs Stamler, Vertriebsleiter bei Mapei Kft..

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