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Szeged könnte seine Abhängigkeit von Gas für die Fernwärmeversorgung deutlich verringern

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Fotos: Illustration / geohoterm.hu
In Szeged ist ein weiteres Energiegroßprojekt angelaufen. Im Rahmen des Projekts Geo Hőterm Kft. wird Methan, das aus neun Thermalbrunnen gewonnen wird, zusammen mit Wasser für die Fernwärmeversorgung der Stadt genutzt.  

Die Stadt Sunshine ist in Europa führend bei der Nutzung geothermischer Energie. In Szeged wurden in den letzten Jahren die gasbasierten Heizungssysteme umgestellt, und die Geothermie versorgt mehr als 400 öffentliche Gebäude und 27.000 Haushalte mit Wärme und Warmwasser.

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Das Thermalwasser wird aus zweitausend Metern Tiefe gewonnen.

Szeged und seine Umgebung sind geologisch gut kartiert, da in den 1960er Jahren Kohlenwasserstoffvorkommen entdeckt wurden, die die Suche nach geothermischen Bohrstellen erleichterten.
Die Bohrungen, die die Stadt versorgen, fördern in einer Tiefe von 2.000 Metern Wasser mit einer Temperatur von fast 100 Grad Celsius, das an der Oberfläche eine Temperatur von über 90 Grad Celsius hat. Die Verbesserungen werden es ermöglichen, die thermische Wärme in Fernwärmesystemen zu nutzen.

Nebenprodukte aus thermischen Bohrungen werden ebenfalls verwendet

Im Rahmen eines soeben gestarteten schweizerisch-ungarischen Kooperationsprogramms wird im Projekt Geo Hőterm Kft. die Rückgewinnung von mit Wasser aus neun Bohrungen gewonnenem Methan durchgeführt.

Die Entwicklung wird die Verbrennung von Methangas ermöglichen, das aus den Thermalbrunnen in Szeged gewonnen wird, die Fernwärme liefern.

Im Rahmen des Projekts werden an allen neun geothermischen Förderbohrungen des Fernwärmesystems von Szeged Gasabscheideranlagen installiert, und das abgesaugte, gereinigte Methangas wird in modernen Gaskesseln mit prozessgesteuerten Brennern verwendet.
Nach Angaben des Investors wird das Projekt nicht nur die Treibhausgasemissionen verringern, sondern auch zusätzliche Wärmeenergie für das auf Geothermie basierende Fernwärmesystem liefern, indem die Temperatur des eingespeisten Heizwassers mit der Wärme des verbrannten Gases erhöht wird.

Schweizer und ungarische Mittel können für die Investition verwendet werden

Nach vorläufigen Berechnungen werden durch das Projekt etwa 1,8 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Jahr durch 54 000 Gigajoule (GJ) erneuerbare Energie ersetzt, wodurch die Luftverschmutzung in Szeged um 27 534 Tonnen Treibhausgase, die Kohlendioxid entsprechen, pro Jahr verringert wird. Die zuschussfähigen Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 2 Mrd. HUF, wovon der Schweizer Beitrag rund 776 Mio. HUF beträgt, die nationale Kofinanzierung 137 Mio. HUF und die restliche Eigenfinanzierung.

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