Klima-X

Nachhaltigkeit ist ein Wettbewerbsvorteil in der Bauindustrie

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Die Bauindustrie ist einer der größten Energieverbraucher und einer der größten Umweltverschmutzer. Daher sind ihre Verantwortung und ihre Auswirkungen in den Bereichen Klimaschutz, Energieeinsparung und Kreislaufwirtschaft ähnlich groß. Der neue Abschnitt Nachhaltigkeit der ÉVOSZ fordert umfassende Veränderungen in der Branche.

Warum ist Nachhaltigkeit in der Bauindustrie unumgänglich geworden? Wo sind die Akteure in Ungarn in diesem Bereich? Der jüngste Gast des Spakli’21-Podcasts war Péter Kálmán, Geschäftsführer von Óbuda Group und Vorsitzender der Fachgruppe Nachhaltigkeit, der von Josános Bene interviewt wurde.

 

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Verantwortung für die Zukunft übernehmen

Die Bauindustrie verbraucht 40 Prozent der gesamten Energieressourcen des Landes. Die Branche kann daher einen großen Einfluss auf die Verringerung der Energieabhängigkeit und auf Einsparungen haben. Der Bausektor kann eine ebenso wichtige Rolle bei der Abfallbewirtschaftung spielen, da 52 Prozent der erzeugten Abfälle mit der Bauindustrie und den Gebäuden selbst zusammenhängen, sagte Péter Kálmán. Der CEO von Óbuda Group wies auch auf die Qualität der Baumaterialien hin - die Auswirkungen von Mikroplastik und Lösungsmitteln - und auf die Tatsache, dass die verschiedenen Zertifizierungssysteme für grünes Bauen die verwendeten Materialien ernsthaft unter die Lupe nehmen.

Das Vorschlagspaket Zöld minimum liegt den Entscheidungsträgern vor

ÉVOSZ, das seit weniger als sechs Monaten in Betrieb ist, hat ein Vorschlagspaket Zöld minimum erstellt, das dem Industrieministerium und anderen Entscheidungsträgern übermittelt wurde.

Ziel ist es, Umweltaspekte bei Bauprojekten verbindlich vorzuschreiben, zunächst für öffentliche und kommunale Projekte oberhalb des EU-Schwellenwerts und dann im Laufe der Zeit für alle anderen Bauprojekte.

Der Vorschlag fasst die Umweltaspekte zusammen, die von Planern, Bauunternehmern und Betreibern berücksichtigt werden müssen. Dazu gehören Energieeinsparungen, Recycling, die Verringerung von Emissionen oder die Schaffung eines lebenswerteren Raumklimas.

 

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Ich schaffe es nicht allein

Péter Kálmán sagte auch, dass die in ÉVOSZ tätigen Unternehmen erkannt haben, dass

Nachhaltigkeit kann nicht von einem einzigen Berufsstand gehandhabt werden, sie liegt also nicht nur in der Verantwortung des Planers oder des Bauherrn. Sie muss auf sektoraler Ebene zusammengeführt werden, und so entstand das erste Kapitel von ÉVOSZ, das die gesamte vertikale Bauwirtschaft zusammenbringt.

Der CEO von Óbuda Group wies auch darauf hin, dass eine Umfrage ergab, dass 62 % der befragten Unternehmen eine Nachhaltigkeitsstrategie in ihrem Management haben, allerdings auf sehr unterschiedliche Weise.

 

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Unterstützung für nachhaltiges Bauen

Die Berufsorganisation unterstützt ihre Mitglieder durch die Erstellung von Best-Practice-Beispielen und Musterdokumenten bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsaspekten. Darüber hinaus drängt sie darauf, EU- und staatliche Mittel zur Finanzierung der Mehrkosten in Höhe von etwa 0 bis 5 Prozent für die Einhaltung der grünen Zertifizierungsstandards für Gebäude einzusetzen.
Die Sendung gibt einen Einblick, wie Nachhaltigkeit nicht nur als Prinzip, sondern auch als praktischer Wettbewerbsvorteil verstanden werden kann. Der Podcast ist unter dem folgenden Link verfügbar.

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