Klima-X
Energieeffiziente Lüftung - Nachrüstung ist die neue Richtung für die Bauindustrie
Intelligente Gebäudesanierungen, also Retrofit-Maßnahmen, sind zu einem wichtigen Instrument der Bauindustrie geworden, sowohl im Hinblick auf Energieeffizienz als auch auf Klimaschutz. Lindab bietet weltweit zukunftsweisende Lösungen.
Das veränderte Marktumfeld erfordert neues technisches Denken
Die jüngste Veranstaltung Green Engineering Forum 2025 in Budapest bot der Gebäudetechnikbranche eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen und klimafreundlichen Lösungen.
Bei der Veranstaltung sprach der Vertriebsleiter von Lindab, Vigh Gellért, einen sehr aktuellen Punkt an: Was können wir gegen energieverschwendende Lüftungssysteme tun?
In Budapest gibt es mehr als 4,5 Millionen Quadratmeter Bürofläche. Dieser Markt wird bald von weiteren 400-500 Tausend Quadratmetern ungenutzter Bürofläche überschwemmt werden, wenn öffentliche Unternehmen in neue Bürogebäude umziehen. Was können wir gegen diese Situation tun?
Modernisierung und Funktionswandel werden zu Schlüsselthemen
Zwei Drittel des spekulativen Bürobestands sind als „A” eingestuft, während ein Drittel als „B” klassifiziert ist. Letztere sind in der Regel mehr als 10 Jahre alt, wurden in den Außenbezirken gebaut und verfügen nicht über die technische Ausstattung von „A”- oder „A+”-Büros mit moderner Verkabelung, modernster Klimaanlage, hervorragender Lage und Parkplätzen. Diese Bürogebäude der B-Klasse bieten daher Potenzial für eine Renovierung. Gellért Vigh wies darauf hin, dass sich das Mietverhalten geändert hat. Die Nachfrage nach Büroflächen ist zurückgegangen, und es werden kleinere Flächen und kürzere Zeiträume angemietet.
Bürogebäude haben eine hohe Leerstandsquote von 13 Prozent, was bedeutet, dass viele von ihnen modernisiert oder einer neuen Nutzung zugeführt werden müssen.
In einem solch dynamischen Umfeld sind Flexibilität und Energieeffizienz der Gebäudetechnik von entscheidender Bedeutung.
Energieeffizientes Lüften ist keine zusätzliche Dienstleistung
„Wir bauen unsere Gebäude nicht für die Vergangenheit oder die Gegenwart, sondern für die Zukunft. Es ist wichtig, nicht in 40-50 Jahre alten Technologien zu denken”, sagte der Lindab-Spezialist. Er fügte hinzu, dass eine energieeffiziente Belüftung nicht länger eine zusätzliche Dienstleistung ist, sondern zur Grundinfrastruktur von Gebäuden gehört.
Ein Problem, das im Zusammenhang mit den Betriebskosten oft auftritt, ist der Mangel an Messdaten, die helfen, Eingriffspunkte zur Verbesserung der Effizienz zu identifizieren, erinnerte Gellért Vigh.
Gebäude der Zukunft können durch den Einbau von Sensoren überwacht werden, was auch die vorbeugende Wartung stark unterstützen wird.
Bedarfsgesteuerte Lüftung - wenn sich die Technik dem Gebäude anpasst
Zu den wichtigsten Weiterentwicklungen des Lindab gehört die bedarfsgesteuerte Belüftung (DCV – Demand Controlled Ventilation) hervor, die die Luftmenge stets an die aktuelle Nutzung anpasst. Die intelligenten Sensoren des Systems – beispielsweise CO₂-Sensoren, Temperatursensoren und Präsenzmelder – reagieren in Echtzeit auf Veränderungen in der Umgebung, beispielsweise auf eine Veränderung der Anzahl der Personen im Raum, und sorgen so für optimalen Komfort und minimalen Energieverbrauch.
Die Technologie des Lindab Ultralink bietet Betreibern einen weiteren Vorteil: Die Leistung und der Zustand des Lüftungssystems können kontinuierlich überwacht werden, sodass Wartungsarbeiten rechtzeitig geplant und Ausfälle verhindert werden können. Solche Systeme verwandeln die Technik in eine aktive, datengesteuerte Infrastruktur, die langfristig die Wartungskosten senkt.
Lassen Sie die Zahlen sprechen!
Er veranschaulichte den Unterschied zwischen dem Energiebedarf von statischen und bedarfsgesteuerten Systemen. Letztere können den Energieverbrauch allein eines Ventilators um bis zu einem Achtel reduzieren. Die Sicherstellung der Produktqualifikation ist auch für das Lindab eine Priorität. Das Unternehmen stellt für viele seiner Produkte EPDs zur Verfügung, die von einer externen, unabhängigen akkreditierten Organisation ausgestellt wurden. Außerdem wurden vor zwei Jahren Luftkanäle eingeführt, die zu 75 Prozent aus recyceltem Stahl bestehen und nun in Ungarn erhältlich sind. Dadurch können die Emissionen bei der Herstellung um fast ein Drittel reduziert werden.
Deutsche und schwedische Beispiele zeigen die Wirksamkeit
Gellért Vigh stellte auch mehrere Referenzprojekte vor, bei denen die Ergebnisse der Modernisierung der Gebäudetechnik quantifiziert wurden. Die in den 1990er Jahren im Büro von Lindab in Bargteheide, Deutschland, installierte Lüftungsanlage wurde mit einer DCV-Lösung modernisiert. Dabei wurde das bestehende Netz teilweise beibehalten, die Steuerung und Luftmengenregelung jedoch komplett erneuert. Der Betrieb erfolgt nun bedarfsgesteuert, was zu erheblichen Energieeinsparungen von 68 Prozent und Komfortgewinnen führt, wobei die Amortisationszeit kurz bleibt. Und das, obwohl die Lüftungsluftmenge für das Bürogebäude auf 6.000 Kubikmeter pro Stunde erhöht wurde.
Der Umbau des Bürogebäudes in der Jakobsbergsgatan 24, dem ehemaligen Königlich Schwedischen Telegrafenamt in Stockholm, ist ein Paradebeispiel für den nachhaltigen Einsatz von Materialien. Bei den Arbeiten in der historischen Umgebung installierte Lindab ein Luftkanalnetz aus 75 Prozent recyceltem Stahl, was zu einer Reduzierung der CO₂-Emissionen um 62 Prozent führte.
Das 15.000 Quadratmeter große Gebäude, das zu 80 Prozent aus Büroflächen besteht, verfügt über ein völlig neues mechanisches System, mit dem genug Energie eingespart wurde, um 2,5 bis 3 Millionen Smartphones aufzuladen.
Die Lösung ist ein klarer Beweis dafür, dass die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie zu messbaren Umweltergebnissen führen können.
Inländischer Vorteil: geringerer Kohlenstoff-Fußabdruck, unveränderte Qualität
Lindab bietet nun in Ungarn aus 75 Prozent recyceltem Stahl hergestellte Kanalelemente an, die die gleichen technischen Parameter wie herkömmliche Produkte aufweisen, aber einen deutlich geringeren CO2-Fußabdruck haben. Für ein mittelgroßes Bürogebäude in Budapest könnte dies eine Einsparung von bis zu 38 Tonnen CO₂ bedeuten - das entspricht den Emissionen von mehr als 200.000 Kilometern Autofahrten.
Die Lösung ist also nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch attraktiv, denn Energieverbrauch und Betriebskosten werden spürbar gesenkt.
Technik der Zukunft schon heute verfügbar
Die Philosophie des Lindab ist, dass moderne, hochwertige und nachhaltige Technik kein Versprechen der Zukunft ist, sondern eine Herausforderung der Gegenwart. Die Kombination aus bedarfsgesteuerter Lüftung, datengesteuerten Systemen und recycelten Materialien hebt das Gebäudemanagement auf ein neues Niveau - sowohl technisch als auch ökologisch.
Retrofit ist nicht einfach nur eine Renovierung: Es ist eine bewusste Entscheidung der modernen Bauwirtschaft für energieeffiziente, gesunde und langfristig nachhaltige Gebäude.
Quelle: Link
-
Begrenzte Strecke 2026. 04. 10.
So wurde der „Fangzahn“ der rutschigen Bahnstrecke in Transdanubien geborgen – mit Fotos
-
Begrenzte Strecke 2026. 04. 10.
Die Planung kann beginnen – Die M2 soll bis nach Cinkota verlängert werden, die HÉV-Linien könnten modernisiert werden
-
Begrenzte Strecke 2026. 04. 10.
Das derzeit größte Eisenbahnausbauprojekt des Landes startet
-
Nachrichten aus der Industrie 2026. 04. 10.
Auf den Schnellstraßen des Landes hat sich innerhalb eines Jahres Müll angesammelt, der dem Gewicht von fast 2000 Autos entspricht