Was wird gebaut?
So erweitert Ungarns größter Autoimporteur seine Kapazitäten
Porsche Hungaria, Ungarns größter Autoimporteur, hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Am 10. November wurde im Rahmen einer feierlichen Zeremonie der Grundstein für die weitere Erweiterung des 2003 übergebenen und 2007 erstmals erweiterten regionalen Logistikzentrums Parts Center gelegt, wie Porsche Hungaria in einer Pressemitteilung bekannt gab.
Die Umgestaltung, Erweiterung und Umsetzung des Projekts in zwei Phasen wird von SWIETELSKY Magyarország Kft. durchgeführt. Für die technische Überwachung des Projekts ist CÉH Tervező, Beruházó és Fejlesztő Zrt. verantwortlich.
Der Parts Center ist der Lagerstandort des Porsche Hungaria, der eine wichtige Rolle bei der Versorgung des Porsche Holding-Markenservicenetzwerks in Ost- und Mitteleuropa mit Autoteilen spielt und auch über ein Gleisanschluss verfügt.
Auch Nachhaltigkeitsaspekte spielen eine Rolle
Die Pressemitteilung weist außerdem darauf hin, dass die Porsche Holding mit dieser neuen Investition ihre Logistikaktivitäten in Mittel- und Osteuropa langfristig und nachhaltig weiter ausbauen wird. Bereits in der Planungsphase wurde besonderes Augenmerk auf Effizienz- und Nachhaltigkeitsaspekte gelegt, sodass die neue Halle die DGNB-Zertifizierung in Gold anstrebt.
Ziel der Entwicklung ist die Aufrechterhaltung eines hohen Serviceniveaus, durch das der Porsche Hungaria schnelle, flexible Mobilität und maximale Kundenzufriedenheit in den von ihm bedienten Märkten gewährleisten will.
Die Bauarbeiten beginnen im November 2025, die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.
Das Projekt ist ein wichtiger Beweis dafür, dass sich die Porsche Holding für die Entwicklung moderner, umweltbewusster und effizienter Logistiklösungen in Ungarn und der Region engagiert, heißt es abschließend in der Mitteilung.
Die neue Halle wird mit diesen Parametern gebaut.
Ferenc Horváth, Chefbauleiter von SWIETELSKY Magyarország Kft., gab einen detaillierten Überblick über die architektonischen, maschinentechnischen und elektrischen Aufgaben des Projekts.
Im Rahmen der Erweiterung des Logistikzentrums Parts Center werden in der ersten Phase auf der Nord- und Südseite der bestehenden Halle neue Andockstellen eingebaut.,
Im zweiten Bauabschnitt wird die Lagerhalle in westlicher Richtung um eine Fläche von ca. 11.500 m² erweitert.
Darüber hinaus werden ein neuer Sprinklerbehälter und ein Maschinenraum gebaut. Der Umbau des bestehenden Gebäudes erfolgt unter Aufrechterhaltung des täglichen Betriebs des Ersatzteilzentrums.
Die neue Halle wird mit dem gleichen Konstruktionssystem wie die bestehende Halle gebaut. Das Hallengebäude mit Säulenrahmen wird auf Pfahlfundamenten errichtet, und an die Grundkörper werden vorgefertigte Stahlbetonkelche angeschlossen. Außerdem wird ein 30 Zentimeter starker, mit Stahlfasern verstärkter Industrieboden verlegt.
Die Dächer werden aus geraden Schichten bestehen, mit Bitumen-Regenwasserabdichtung und einer Schrittfestigkeit von Steinwolle-Wärmedämmung. Auf dem Dach werden punktförmige Kuppeln und Streifenoberlichter angebracht, die vom RWA-System (Rauch- und Wärmeabzugssystem) gesteuert werden.
Im Rahmen der Erweiterung werden neue, elektrisch betätigte Fassaden-Sektionaltore in derselben Größe und Farbe wie die bisherigen installiert, mit einer zeitgemäßen Wärmedämmung und an einigen Stellen mit Rampenausgleichen, die das Andocken erleichtern. Da durch den Anbau die Verbindung der Tore an der Fassade des bestehenden Gebäudes zum Außenbereich entfällt, ist es wichtig, dass die Luftzufuhr des erweiterten Gebäudeteils weiterhin gewährleistet ist.
Die geplante Fassade wird mit einer wärmeisolierten Sandwichplatte mit Metallbewehrung verkleidet, die mit einer gewellten (sinusförmigen) Metallplatte abgedeckt wird.
Neben den Gebäuden entsteht eine lebenswerte Umgebung
Auf der Südseite werden die Eisenbahnschienen innerhalb und außerhalb des Gebäudes verkürzt, und parallel dazu wird die bestehende Abfallcontainer-Verdichtungsplattform zu einer LKW-Anlegefläche umgebaut und eine neue Container-Verdichtungsplattform mit Vordach errichtet.
Da die neue Halle anstelle der derzeitigen Nord-Süd-Verbindungsstraße errichtet wird, wird die alte Straße abgerissen. Die neue Fahrbahn wird auf der Westseite der geplanten Gebäudeerweiterung realisiert, und aufgrund der neuen Trasse werden die bestehenden Versorgungsleitungen verlegt.
Bei der Gestaltung der Grünfläche werden neben Bäumen und Sträuchern auch Vogelhäuschen, Futterhäuschen und Tränken sowie Insektenhotels aufgestellt, um Lebensräume zu schaffen. Ein Teil der Rasenfläche wird als Bienenweide angelegt, und neben dem Weg rund um das Gebäude wird ein Regengarten angelegt.
Für die Mitarbeiter wird ein Gemeinschaftsgarten angelegt, der mit gesammeltem Regenwasser bewässert wird. Die Pausenräume werden mit Picknickmöbeln ausgestattet.
Elektrische Lösungen
Bei dem bestehenden Gebäude werden die Außenlaternen versetzt. Aufgrund der neuen Andockstore werden neue Leuchten an der Fassade angebracht, außerdem ist eine Erweiterung des Verteilerkastens sowie eine Ergänzung des Wärme- und Rauchabzugssystems erforderlich.
Aufgrund des neuen Gebäudeteils werden eine neue Erdungs- und Blitzschutzanlage installiert sowie neue Kandelaber, Leuchten, Verteilerkästen, USV-Anlagen und Anschlusskästen montiert. Die Kuppeln, Dachfenster, Andockklappen und Handmelder werden in das Wärme- und Rauchabzugssystem eingebunden. Darüber hinaus werden die neue Brandmeldezentrale und die Gebäudeautomationsgeräte in das bestehende System integriert.
Die Entwässerung erfolgt über ein Vakuum-Pluvia-System.
Das Sprinklernetz des bestehenden Gebäudes wird erweitert, daher werden die Regenwasserabflussrohre verlegt und neue Wanddurchführungen sowie Feuerlöschhydranten installiert.
Im neuen Gebäudeteil werden die Heiz- und Kühlaufgaben von Wasser-Wasser-Wärmepumpen übernommen, die an ein System aus 81 Erdwärmesonden (mit einer Tiefe von ca. 80-120 Metern) angeschlossen sind. Bei der Gestaltung des Heizungssystems der Lagerhalle wird ein industrielles Fußbodenheizungssystem eingebaut. Die Räume in der Galerie werden mit Split-Klimaanlagen beheizt und gekühlt.
Das Löschwassernetz besteht aus 20 Hydranten und dem dazugehörigen Rohrleitungsnetz.
Die Regenwasserableitung des Gebäudes wird durch ein Vakuum-Pluvia-System gewährleistet, sodass das Regenwasser nicht einfach durch Schwerkraft abfließt, sondern das System so ausgelegt ist, dass die Rohre das Wasser mit hoher Geschwindigkeit und teilweise mit Hilfe eines Vakuumeffekts vom Dach ableiten. Darüber hinaus werden im neuen Gebäudeteil vier Belüftungssysteme installiert.
Quelle: Link
-
Begrenzte Strecke 2026. 04. 10.
So wurde der „Fangzahn“ der rutschigen Bahnstrecke in Transdanubien geborgen – mit Fotos
-
Begrenzte Strecke 2026. 04. 10.
Die Planung kann beginnen – Die M2 soll bis nach Cinkota verlängert werden, die HÉV-Linien könnten modernisiert werden
-
Begrenzte Strecke 2026. 04. 10.
Das derzeit größte Eisenbahnausbauprojekt des Landes startet
-
Nachrichten aus der Industrie 2026. 04. 10.
Auf den Schnellstraßen des Landes hat sich innerhalb eines Jahres Müll angesammelt, der dem Gewicht von fast 2000 Autos entspricht