Nachrichten aus der Industrie
Zwei erfahrene Unternehmen zeigen so einen Ausweg aus der Krise der Bauwirtschaft auf
Die aktuelle Krise ist viel komplexer als die letzte Rezession im Bauwesen im Jahr 2008 – so lautete die Aussage in der neuesten Folge von Weinberg Podcast. In der aktuellen Sendung sprachen István Derczó, Eigentümer und Geschäftsführer von Weinberg Zrt. und Attila Tóth, Gründungsvorsitzender von CÉH Zrt., die aktuelle Lage der Branche und diskutierten mögliche Überlebensstrategien.
Während ein Sektor um 80 Prozent einbrach, verzeichnete der andere einen Sprung um 73 Prozent.
Als Hauptursachen nannte der Moderator der Sendung, András Sabathiel, Vertriebsleiter bei Weinberg, die 2020 ausgebrochene Pandemie, den 2022 ausgebrochenen Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie die Währungskrise und die Inflation. Hinzu kam noch die Einfrierung der EU-Mittel und der großen staatlichen Investitionen in Ungarn ab 2023.
Attila Tóth wies darauf hin, dass man aus der Krise von 2008 gelernt habe, dass man die Zeit zum Lernen nutzen müsse, aber auch, dass man die Entwicklungen in solchen Zeiten nicht stoppen dürfe. András Sabathiel erklärte hingegen, dass sich die Branche in einer Krise befinde, was eine starke Vereinfachung sei, da die einzelnen Sektoren ein ganz unterschiedliches Bild zeigten.
„Weinberget beispielsweise ist vom Einfrieren des öffentlichen Beschaffungsmarktes nicht direkt betroffen, da es überhaupt nicht im Bereich der öffentlichen Beschaffung tätig ist. Der Sektor der Industrie- und Lagergebäude ist jedoch im zweiten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 80 Prozent eingebrochen, was einer Katastrophe gleichkommt!”
– fügte er hinzu. „Der Weinberg baut nämlich in erster Linie Industriegebäude und in zweiter Linie Lagerhäuser.”
Die Differenziertheit des Sektors lässt sich gut daran erkennen, dass der Bau von Eigentumswohnungen im gleichen Zeitraum einen Anstieg von 73 Prozent verzeichnete. „Von außen betrachtet sank das Volumen des Sektors 2024 um 7,5 Prozent, während es zuvor 2023 um 2,5 Prozent zurückgegangen war. Aus der Vogelperspektive betrachtet scheint dies kein steiler Rückgang zu sein, aber dahinter verbergen sich enorme strukturelle Krisen”, betonte András Sabathiel.
Der ungarische Bauunternehmer hat sich während der letzten Krise in Norwegen niedergelassen.
Attila Tóth betonte in diesem Zusammenhang, dass es angesichts der Auswirkungen der Krise auf verschiedene Segmente die wesentliche Aufgabe der Unternehmen sei, ihr Portfolio zu erweitern und möglichst viele Bereiche abzudecken, um Kapazitäten umschichten zu können.
István Derczó verwies im Zusammenhang mit möglichen Lösungen auf das Beispiel Weinberg aus dem Jahr 2008. Damals wurde die geografische Abdeckung erweitert und es gelang ihnen, Aufträge in skandinavischen Ländern zu gewinnen: „In Norwegen haben wir seitdem kontinuierlich Projekte”, verriet der Geschäftsführer.
Jetzt ist ein breiterer Blickwinkel erforderlich, um dieselben Tugenden durchzusetzen.
Er fügte hinzu, dass sie davon überzeugt seien, dass in einer solchen Situation ein größerer Schwerpunkt auf Produkte mit höherer Wertschöpfung, guter Transportfähigkeit und breiter Vermarktbarkeit gelegt werden müsse. „Diese Vorzüge haben wir damals im Hochhausbau und in der Herstellung von Stahlkonstruktionen mit höherer Wertschöpfung gefunden”, erklärte er.
„Ich sehe jetzt denselben Lösungsweg. Dementsprechend stimmen wir derzeit unsere neuen Zertifizierungssysteme mit Deutsche Bahn ab: In Deutschland werden nämlich mehr als tausend Eisenbahnbrücken saniert oder ersetzt.”
Darüber hinaus sprach István Derczó auch davon, dass sie durch die Erhöhung der Flexibilität des Weinberg nun auch den Bau kleinerer Gebäude mit einer Fläche von 3-4000 Quadratmetern sowie den Bau von landwirtschaftlichen Gebäuden oder Bürogebäuden übernehmen können. Außerdem suchen sie nach Möglichkeiten auf dem slowakischen, kroatischen und serbischen Baumarkt. „Unsere Parameter sind gut, unsere Reputation ist gut, jetzt brauchen wir einen breiteren Blickwinkel, um dies umsetzen zu können.”
Die letzte Ausgabe von Weinberg Podcast hier anhören.
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