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Umweltfreundliche Asphaltierung auf der M60

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Für die Instandhaltungsarbeiten auf der Autobahn M60 wird WMA, d. h. mäßig heißer Asphalt, verwendet, der mit geringerem Energieverbrauch hergestellt wird und daher umweltfreundlicher ist.

Die Fachleute von STRABAG führen im Auftrag der Mecsek Autópálya Koncessziós Zrt. von April bis Oktober umfangreiche Wartungsarbeiten an der M60 durch. Dabei werden auf Abschnitten unterschiedlicher Länge – 1 bis 4 km – auf der Fahrbahn und der Überholspur sowie auf den Ab- und Auffahrten die Verschleißflächen erneuert und, wo es der Zustand der Fahrbahn erfordert, auch tiefgreifendere Maßnahmen durchgeführt.

Auf dem linken Abschnitt der M60 zwischen den Kilometern 9+500-6+700 wurde die Deckschicht abgefräst und die Binderschicht, wo nötig, ersetzt. Der mäßig heiße Asphalt (WMA) wurde auf einer Länge von 700 Metern auf die Binderschicht und auf einer Länge von 1400 Metern auf die Deckschicht aufgebracht.

Im hauseigenen Bauversuchslabor TPA (STRABAG) wird an einem Asphaltmischgut geforscht und entwickelt, das mit den gleichen Eigenschaften wie Heißasphalt, aber mit weniger Energieverbrauch und Emissionen hergestellt und aufgebracht werden kann.

Durch Fortschritte in der Herstellungstechnologie kann warm mix asphalt (WMA), ein mäßig heißes Asphaltmischgut, bei bis zu 10-15 Grad Celsius niedrigeren Temperaturen als herkömmliche Asphaltmischungen hergestellt werden, was zu Kraftstoffeinsparungen von 20-30 Prozent führt.

Die beiden Asphaltmischungen unterscheiden sich in der Herstellungstechnologie

Auf dem Abschnitt vor der Anschlussstelle Bóly wurde bei der Sanierung WMA verwendet, ein weniger energieintensives Mischgut als herkömmlicher Heißmischasphalt. Die Oberflächenvorbereitung war identisch mit den Arbeiten, die vor dem Einbau von konventionellem Heißmischasphalt durchgeführt wurden.

Die Oberfläche wurde mit einem Hochdruckreiniger gesäubert, und die Risse wurden durch Schneiden und Gießen mit modifiziertem Bitumen repariert. Der neue Belag wurde dann mit WMA hergestellt. Die für das Mischgut verwendete Emulsion - eine polymermodifizierte Bitumenemulsion nach Straßenspezifikation - ist die gleiche wie für Heißmischasphalt. Die Zusammensetzung der beiden Asphaltschichten ist also die gleiche, aber die Herstellungsverfahren sind unterschiedlich.

Was sind die Vorteile von WMA-Asphalten?

Die niedrigere Produktionstemperatur verringert die Anfangsalterung des Bitumens, was ebenfalls zu einer längeren Lebensdauer führt, was vor allem dem Kunden zugute kommt. Bei WMA kann die homogene Umhüllung der Gesteinskörnung in ähnlicher Weise wie bei Heißmischasphalt gewährleistet werden, und auch die Verdichtbarkeit ist mit der von herkömmlichem Asphalt vergleichbar.

Insgesamt können die Emissionen um bis zu 50 Prozent gesenkt werden, was auch unter Umweltgesichtspunkten wichtig ist.

Ein weiterer Vorteil von WMA-Mischungen besteht darin, dass aufgrund der niedrigeren Temperaturgrenze für die Verarbeitbarkeit die für das Verteilen und Verdichten erforderliche Viskositätszeit länger ist, wodurch sich die Lieferstrecke verlängert.

Im Falle eines Maschinenausfalls kann der Asphalt entweder auf dem Lkw oder im Bunker weiterverarbeitet werden.

Bei der Verarbeitung entstehen weniger schädliche Dämpfe

Die vorliegenden Messdaten zeigen, dass auch Mischgut mit niedrigerem Energiegehalt die Anforderungen an die Herstellung und den Einbau von Heißasphalt erfüllen kann. Die niedrigere Produktionstemperatur verlängert die Dauer der Beständigkeit gegen Rissbildung durch thermische Ermüdung, d.h. die Lebensdauer wird erhöht. Durch die niedrigere Temperatur entstehen weniger schädliche Dämpfe während des Einbaus, was die Arbeitsbedingungen verbessert.

WMA verlängert die Verdunstungszeit des Wassers im Mischgut, so dass der fertige Belag später belastet werden kann als herkömmliche Beläge. Der Nachteil ist, dass es schwierig ist, es von Hand aufzutragen, so dass es für Einfahrten, Kreuzungen und Straßenverbindungen nicht optimal ist. Er eignet sich gut für den Bau von Autobahnen und neuen Straßen.

Die Renovierung wurde mit der gleichen Maschinenkette durchgeführt, die für den traditionellen Asphalteinbau verwendet wird.

Die Renovierung der M60 wird vom Mischwerk in Pécs durchgeführt. Der Belag des Arbeitsbereichs wird in der gleichen Weise wie der ursprüngliche Straßenaufbau hergestellt. Für den Einbau des mäßig heißen Asphalts sind keine anderen Maschinen erforderlich als für herkömmlichen Asphalt. Für die Deckschicht wurden etwa 9.300 Tonnen dauerhafter Asphalt mit Zuschlagstoffen und für die Binderschicht etwa 11.300 Tonnen Asphalt verwendet, wobei letztere 15 Prozent Recyclingmaterial enthält. Dadurch werden die Umweltauswirkungen weiter verringert.

Temperierter Asphalt wird an immer mehr Orten verwendet

STRABAG hat bei zahlreichen Projekten, darunter auch bei den Straßenrenovierungen in Szentlőrinc. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, die mit seiner Tätigkeit verbundenen Schadstoffemissionen erheblich zu reduzieren. Auch das neueste Asphaltmischanlage in Orosháza hat ihren Betrieb mit einer Reihe von technologischen Lösungen aufgenommen, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

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