Begrenzte Strecke

Eines der auffälligsten Elemente des Projekts der Südringbahn – Beginn der Brückenverlegung an der Bartók Béla út – mit Video aktualisiert

Veröffentlicht

Fotos von Mihály Erdei/magyarepitok.hu
Im Rahmen der zweiten Phase des Südlichen Ringbahnprojekts werden über der Bartók Béla út zwei zweigleisige Stahlbrücken gebaut.

Nach dem Brückenverlegung in der Gubacsi út wurde ein weiterer wichtiger Schritt im Ausbauprojekt der Südringbahn vollzogen: Am 2. Februar begann die Verlegung der neuen Eisenbahnbrücke in der Bartók Béla út.

Im Rahmen des umfassenden Investitionsprojekts Építési és Közlekedési Minisztérium wird die Bahnstrecke zwischen den Bahnhöfen Ferencváros und Kelenföld im Rahmen des Generalunternehmerprojekts V-Híd Zrt. auf drei bzw. vier Gleise erweitert. Dabei werden in Pest an zwei und in Buda an fünf Standorten Eisenbahnbrücken gebaut und renoviert.

Von diesen steht nun die Kreuzung Karolina út im Mittelpunkt: Hier werden im Rahmen der zweiten Phase des Südringprojekts über der Bartók Béla út zwei zweigleisige Stahlbrücken gebaut, die die alte Überführung ersetzen werden.

Derzeit wird die erste neue Brücke eingebaut. Der Investor ÉKM hielt am Montagvormittag eine Pressekonferenz über den Arbeitsablauf ab: Die Details wurden von Balázs Norbert Kovács, Ministerialbeauftragter, vorgestellt.

Fotos von Mihály Erdei/magyarepitok.hu

Die derzeit im Bau befindliche Brücke wird noch seitlich erweitert.

Eines der wesentlichen Ziele des Projekts ist es, dass am Knotenpunkt Bartók Béla út an der Déli-Ringbahn statt der derzeitigen zwei Gleise vier Gleise über die Straße und die Straßenbahnschienen verlaufen werden. Zu diesem Zweck werden zwei neue doppelgleisige Überführungen gebaut, von denen die zweite die derzeitige alte Überführung ersetzen wird, deren Genehmigungspläne von Speciálterv erstellt wurden.

Ein weiterer wichtiger Projektbestandteil ist, dass die Stützkonstruktion um 15-15 Meter erhöht wird, sodass die Durchfahrt von bisher 60 Metern auf etwa 90 Meter verlängert wird. Daher wird die Brücke, die jetzt eingeschoben wird, nördlich ihrer endgültigen Position auf einem provisorischen Brückenpfeiler montiert, wo sie vorübergehend den Eisenbahnverkehr aufrechterhält.

Nachdem der Verkehr auf die neue Brücke umgeleitet wurde, wird die bestehende Südbrücke abgerissen und an ihrer Stelle eine neue Brücke gebaut. Gleichzeitig wird auch die Nordbrücke seitlich verschoben: Nach Fertigstellung der Unter- und Oberkonstruktion auf der Südseite wird die Nordbrücke mit dieser sogenannten Querverschiebung an ihren endgültigen Standort neben die ebenfalls neue Südbrücke gebracht.

Nach Abschluss der gesamten Bauarbeiten werden die provisorischen Brückenköpfe abgerissen.

Geringeres Gewicht bei höherer Tragfähigkeit

Bei der Pressekonferenz am Montag wurde auch bekannt gegeben, dass das neue, viergleisige Bauwerk Ungarns erste zweigleisige „Netzwerk”-Eisenbahnbrücke sein wird, die nicht nur eine bauliche Meisterleistung darstellt, sondern auch ein visuelles Erlebnis bietet – abends wird sie mit einer festlichen Beleuchtung erstrahlen.

Balázs Norbert Kovács stellte auch einen wesentlichen Vorteil des Netzwerksystems vor: Die schräge Netzstruktur kann größere Lasten tragen und größere Abstände bei geringer Brückenmasse überbrücken. Dadurch wird die neue Brücke auch eine Achslast von 22,5 Tonnen ermöglichen.

Balázs Norbert Kovács, Ministerialbeauftragter

„Der Übergang entspricht somit auch den Vorschriften der EU für die Hauptkorridore des Eisenbahnnetzes und das militärische Mobilitätsnetz”, erklärte er.

Der Schieber sorgt dafür, dass der Verkehr nicht angehalten werden muss.

Der Ministerialbeauftragte ging auch auf die Details der beim nördlichen Brückenbau verwendeten Schubtechnik ein: Demnach verwendet der Bauunternehmer auch bei diesem Bauwerk einen Schubtrichter. Dadurch wird die Brückenkonstruktion verlängert, sodass die provisorischen Stützen in größerem Abstand voneinander errichtet werden können, während die Konstruktion ihre Steifigkeit und Stabilität behält.

Das Wesentliche dieser Einschiebetechnik besteht darin, dass die Brückenkonstruktion in einem Stück an ihren Platz gebracht wird, ohne den Straßen-, Straßenbahn-, Fußgänger- und Fahrradverkehr wesentlich zu beeinträchtigen oder den Verkehr anzuhalten. Das Einschieben der Brücke erfolgt mit Hilfe einer auf die Montagefläche gelegten Schiebevorrichtung sowie der endgültigen und für das Einschieben erforderlichen provisorischen Stützen.

Die Verkehrsüberlastung auf den Straßen der Hauptstadt kann um 60.000 Autos pro Tag reduziert werden.

Balázs Norbert Kovács antwortete auf die Frage von Magyar Építők, dass einer der Vorteile der größeren Spannweite darin bestehe, dass der unter der Brücke verlaufende Verkehrskorridor um Fahrradwege erweitert werden könne.

Abschließend hob er auch die Bedeutung des Ausbaus der Südringbahn hervor: Er betonte, dass Pendler ohne Umsteigen an überfüllten Kopfbahnhöfen auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen können. Auf diese Weise könne die Überlastung der Straßen der Hauptstadt um 60.000 Autos pro Tag reduziert und die zum Treibhauseffekt beitragenden Kohlendioxidemissionen um viele Tausend Tonnen gesenkt werden.

Der Ministerialbeauftragte fasste zusammen:,

Die Fertigstellung der Eisenbahnbrücke an der Bartók Béla út ist vielleicht das auffälligste Element der Déli-Ringbahn: „Sie spiegelt getreu wider, was das gesamte Projekt auszeichnet: Es basiert auf Lösungen, die in Ungarn zum ersten Mal zum Einsatz kommen; aufgrund seiner Größe und Bedeutung zählt es zu den größten Investitionen; außerdem ist es ein Entwicklungsprojekt des 21. Jahrhunderts.”

Quelle: Link

Beliebt