Eigentum
Erzsébetváros bereitet sich auf ein Projekt von historischer Tragweite vor: Es entsteht ein kommunales Mietwohnhaus
Die gemeinnützige Immobilienverwaltungsgesellschaft EVIN Erzsébetvárosi Ingatlangazdálkodási Nonprofit Zrt. hat im EU-Amtsblatt für öffentliche Aufträge veröffentlicht eine Ausschreibung für die Generalunternehmerschaft eines kommunalen Mietwohnhauses mit 80 Wohnungen in der Verseny-Straße.
Die Erzsébetváros-Zeitung ist das 6 Milliarden Forint teure Bauvorhaben die größte Investition in der Geschichte der Gemeinde seit dem Systemwechsel.
Neubau eines Wohnhauses mit gemeinschaftlichen Einrichtungen
Der Auftrag umfasst die komplette Errichtung eines Wohngebäudes mit 80 Wohnungen und einem Raum für Gemeinschaftsveranstaltungen, bestehend aus Untergeschoss, Erdgeschoss und sechs Obergeschossen. Ziel des Projekts ist die Schaffung eines modernen, multifunktionalen Wohnumfelds, das nicht nur Wohnbedürfnisse, sondern auch gemeinschaftliche Bedürfnisse erfüllt.
Das Bauprojekt besteht aus zwei Gebäudeteilen: Im Flügel „A” wird der Gemeinschaftsbereich untergebracht, während der Gebäudeteil „B” ausschließlich Wohnungen umfasst. Zwischen den beiden Gebäudeteilen entsteht ein Erholungsgarten, der mit seiner auf mehreren Ebenen angelegten Bepflanzung und dem Gemeinschaftsbereich den Bewohnern im Alltag zur Verfügung steht.
Tiefgarage, begrünter Innenhof und moderne Infrastruktur
Im Untergeschoss wird eine offene Tiefgarage errichtet, in der neben den zu den einzelnen Wohnungen gehörenden Stellplätzen auch öffentliche Parkplätze vorgesehen sind. Geplant ist die Installation von fünf Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge sowie die Einrichtung von zwei barrierefreien Parkplätzen.
Die Fassade des Gebäudes wird teils mit wärmedämmendem Putz, teils mit Faserzementverkleidung ausgeführt und entspricht damit den Anforderungen an ein „Niedrigstenergiehaus”. Für den Komfort der Bewohner sorgen zwei Personenaufzüge mit einer Tragkraft von jeweils 1.000 Kilogramm, die für den Transport von 13 Personen ausgelegt sind.
Umfangreicher technischer Inhalt und komplexe Ausführung
Den Ausschreibungsunterlagen zufolge wird das neue Gebäude im Rahmen des Projekts in geschlossener Bauweise an drei bestehende Gebäude angebaut; seine gesamte Netto-Grundfläche beträgt mehr als 7.500 Quadratmeter.
Eine der wichtigsten Aufgaben bei der Bauausführung ist der Tiefbau: Die Begrenzung der Baugrube erfolgt mit vibrationsfreier Technologie, außerdem werden umfangreiche Bodenverfestigungs- und Fundamentverstärkungsarbeiten durchgeführt. Das Kellergeschoss liegt mehr als 3,6 Meter unter dem durchschnittlichen Grundwasserspiegel, weshalb aus Gründen der Haltbarkeit und Sicherheit wasserdichte Stahlbetonkonstruktionen erforderlich sind.
Die Tragkonstruktion des Gebäudes besteht aus monolithischem Stahlbeton, für den mehr als 6.300 Kubikmeter Stahlbeton verwendet werden – heißt es in der Mitteilung.
Im Rahmen der Bauausführung werden gemäß den Brandschutzvorschriften acht separate Brandabschnitte eingerichtet, sowohl in baulicher als auch in technischer und elektrischer Hinsicht.
Die Frist für die Einreichung der Angebote endet am 21. Mai 2026.
Quelle: Link
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