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Moderne Wartungsbasis für in Ungarn hergestellte Superzüge kann gebaut werden

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Visualisierungen: GYSEV / Facebook
Die neue Anlage wird eine wichtige Rolle bei der Wartung der InterCity-Flotte spielen und ist ein wichtiger Schritt zur Modernisierung der Wartungskapazitäten für GYSEV-Fahrzeuge.

Im EU-Amtsblatt für öffentliche Aufträge wurde eine Ausschreibung für die Planung einer Werkstatt zur Wartung von Triebzügen in Szombathely veröffentlicht.

Die GYSEV Zrt. gab letztes Jahr bekannt, dass es beim Hersteller Stadler eine Flotte von 11 neuen FLIRT-Triebzügen vom Typ InterCity bestellt hat. Die aktuelle Planungsaufgabe schafft die technischen Voraussetzungen für diese Flottenerweiterung.

Visualisierungen: GYSEV / Facebook

Eine neue, moderne Wartungsbasis kann gebaut werden

Die Aufgabe des Planers besteht in der Planung einer wärmegedämmten Werkhalle mit einer Nettofläche von ca. 5300 m² und einer Brüstungshöhe von 10 Metern. Teil der Halle wird auch ein ca. 400 m² großer, traditionell konstruierter Gebäudeteil mit Bürofunktion sein.

Die Entwicklung umfasst auch umfangreiche Bauarbeiten an der Eisenbahninfrastruktur: Es werden mindestens 3500 Laufmeter Gleise gebaut, mit folgenden Hauptkomponenten:

  • dreigleisige Wartungs- und Reparaturhalle;
  • Einbahn-Waschhalle;
  • Werkstätten, Lagerräume, Büros und Sozialräume.

Die Halle muss für mindestens drei 106 Meter lange elektrische Triebzüge gleichzeitig geeignet sein. Das geplante Gleisnetz ist für eine Geschwindigkeit von 20 km/h und eine Achslast von 225 kN ausgelegt und verfügt über eine UIC54-Konstruktion ohne Fugen. Die Gleise innerhalb der Halle werden als Gruben- und Seitengleise ausgeführt.

Das Projekt umfasst außerdem:

  • Aufbau und Umbau des Oberleitungsnetzes;
  • Einrichtung eines neuen Platzbeleuchtungsnetzes;
  • Umbau des FET-Systems;
  • Ausbau der Telekommunikationssysteme;
  • Aufbau der gesamten Infrastruktur für den Anschluss an die öffentlichen Versorgungsnetze und deren Ersetzung, falls erforderlich;
  • Straßenanbindung, internes Straßennetz, Platzbeläge und Parkplätze.

Komplexe Planungsaufgaben

Die Aufgabe des Gewinners besteht in der Erstellung der Genehmigungs- und Ausführungspläne sowie in der Einholung aller erforderlichen Genehmigungen von Behörden, Vermögensverwaltern, Versorgungsunternehmen und Straßenverkehrsbehörden.

Teil der Aufgabe:

  • Erstellung einer vorläufigen archäologischen Dokumentation;
  • Mitwirkung bei der Durchführung des öffentlichen Beschaffungsverfahrens;
  • fachliche Unterstützung für den Auftraggeber;
  • bei Bedarf Erstellung von Planänderungen und Überlagerungsplänen;
  • Umfassende Bauleitung während der Bauphase;
  • Erstellung von Eisenbahnfachplänen zusammen mit den erforderlichen NoBo-, DeBo-, AsBo- und Systemintegritätszertifizierungen.

Angebotsfrist: 16. Januar 2026.

Die nach den neuesten internationalen Normen hergestellten Armaturen werden in unserem Land produziert.

Die Eisenbahngesellschaft im September 2025 bekannt gegeben, dass das endgültige Außen- und Innendesign der Fahrzeuge fertiggestellt ist. Die Wagenkästen werden im Werk Stadler in Szolnok hergestellt. Die ersten Züge werden voraussichtlich im letzten Quartal 2027 eintreffen, die IC-Triebwagenflotte wird im ersten Quartal 2028 vollständig sein. Die modernen Fahrzeuge werden ab Ende 2027 kontinuierlich auf den Strecken Sopron-Budapest und Szombathely-Budapest zum Einsatz kommen.

Die nach den neuesten internationalen Standards gebauten energiesparenden Züge werden eine Geschwindigkeit von 160 km/h erreichen. Die Fahrzeuge mit 1. und 2. Klasse werden mit einer flexiblen Sitzanordnung ausgestattet sein, sodass sie im Winter mehr Sitzplätze bieten, während sie im Sommer bis zu 18 Fahrräder transportieren können.

Für den Komfort der Fahrgäste sorgen unter anderem eine klimatisierte, niederflurige Fahrgastzelle, ein modernes Fahrgastinformationssystem, zusätzliche Gepäckablagen und ein Speisebereich mit Getränkeautomaten.

Bei der Planung wurden auch die technischen Anforderungen derjenigen berücksichtigt, die während der Reise arbeiten möchten: Neben den üblichen WLAN-Verbindungen und Ladesteckdosen werden an jedem Sitz USB-C-Ladegeräte angebracht, und eine weitere Neuerung sind die Tablet- und Smartphone-Halterungen an den Rückenlehnen der Sitze.

Der im März letzten Jahres unterzeichnete Vertrag ist für den heimischen Schienenverkehr von großer Bedeutung, da neue InterCity-Triebzüge zuletzt vor genau 30 Jahren in Ungarn angeschafft wurden.

Quelle: Link

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